Vivo X500 Serie: 2-nm-Premiere und Akku-Monstrositäten

vivo X500 Pro Max mit Telekonverter
Quelle: Vivo
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Der Vorhang für die Vivo X500-Serie ist in China offiziell gefallen, und ein Blick auf das Datenblatt macht sofort klar, dass die Chinesen keine halben Sachen machen. Mit dem Vivo X500, dem Vivo X500 Pro und dem Flaggschiff Vivo X500 Pro Max geht die Modellreihe direkt im Dreierpack an den Start. Was der Hersteller hier an technischer Ausrüstung zusammenschraubt, setzt im aktuellen Smartphone-Jahr völlig neue Maßstäbe – bringt aber auch eine spürbare Preissteigerung mit sich.

Halbleiter-Weltpremiere: MediaTek sichert sich den 2-nm-Vorsprung

Das größte Ausrufezeichen setzt Vivo beim Prozessor. Die beiden Pro-Modelle, das Vivo X500 Pro und das Vivo X500 Pro Max, debütieren als weltweit erste Smartphones mit dem MediaTek Dimensity 9600 Pro. Dieser System-on-a-Chip wird im modernen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und schraubt die taktbare Spitzenfrequenz auf bis zu 4,55 GHz hoch. Für lokale KI-Berechnungen steckt die NPU 1090 im Chipset, die sogenannte Mixture-of-Experts-Modelle mit bis zu 30 Milliarden Parametern direkt auf dem Gerät verarbeiten kann.

Wer die stetige Entwicklung der MediaTek Dimensity-Flaggschiff-Prozessoren verfolgt hat, sieht hier den bisher größten Fertigungssprung der letzten Jahre. Das Basismodell Vivo X500 muss hingegen mit dem MediaTek Dimensity 9600M vorliebnehmen, der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und mit einer Taktrate von 4,21 GHz arbeitet. Das ist zwar keineswegs langsam, zieht aber eine klare Leistungsgrenze innerhalb der Modellfamilie.

Kamera-Aufgebot mit Zeiss-Power und externem Creator-Display

Bei den Kameras führt Vivo die Kooperation mit Zeiss fort. Das absolut spektakulärste Setup spendiert der Hersteller dem Vivo X500 Pro Max: Hier sitzt ein 200-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv auf einem großen 1/1,4-Zoll-Sensor, gepaart mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera und einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Dazu gesellt sich ein dedizierter Bildprozessor, der 4K-Videoaufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde in 10-Bit Log ermöglicht.

Nachdem schon beim Vivo X300 Ultra gigantische Kamera-Hardware aufgefahren wurde, schärft der Hersteller beim Topmodell die Tele-Fähigkeiten nochmals nach. Auch im Wettkampf mit Modellreihen wie dem Oppo Find X9s Pro mit doppelter Kamera-Power setzt der Konzern alles auf maximale optische Performance.

Eine kuriose Überraschung bietet das sogenannte Creator’s Package des Vivo X500 Pro Max: Im Lieferumfang dieser Sonderedition befindet sich neben Hülle und Telekonverter ein kleiner, quadratischer Vorschau-Bildschirm. Dieser externe Monitor lässt sich am Gehäuse befestigen, um Selbstporträts oder Vlogs direkt mit der hochauflösenden Hauptkamera statt der Frontkamera zu kontrollieren.

Das Basismodell Vivo X500 übernimmt immerhin die 50-Megapixel-Hauptkamera mit dem Sony LYT-828-Sensor im 1/1,28-Zoll-Format aus der vorherigen Generation und kombiniert diese mit einer 64-Megapixel-Telekamera auf Basis des Sony LYT-610.

Akku-Rekorde bis zu 8.000 mAh und verwirrende Display-Größen

Bei den Akkukapazitäten zieht Vivo der gesamten westlichen Konkurrenz meilenweit davon. Das Vivo X500 Pro Max packt einen gigantischen 8.000-mAh-Akku in sein Gehäuse, geladen wird kabelgebunden mit 90 Watt und kabellos mit 40 Watt. Überraschenderweise kommt das reguläre Vivo X500 mit einem 7.500-mAh-Akku daher, während das kompaktere Vivo X500 Pro auf eine Kapazität von etwa 6.510 mAh setzt.

Ähnlich wie beim faltbaren Vivo X Fold6 mit Rekord-Akku demonstriert der Hersteller eindrucksvoll, welche Energiedichten mit moderner Silizium-Anoden-Chemie realisierbar sind.

Etwas gewöhnungsbedürftig fällt die Display-Staffelung aus. Das Vivo X500 besitzt ein flaches 6,59-Zoll-AMOLED-Display mit 144 Hz Bildwiederholrate, 1.5K-Auflösung und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 4.000 Nits. Das Vivo X500 Pro schrumpft auf handliche 6,36 Zoll, was Liebhaber kompakter Flaggschiffe freuen dürfte. Wer die maximale Bildfläche sucht, muss zum Vivo X500 Pro Max greifen: Dort erstreckt sich ein 6,85-Zoll-AMOLED-Panel mit QHD+-Auflösung (1440 x 3168 Pixel) und ebenfalls 144 Hz.

In China starten die Vorbestellungen ab sofort. Das Vivo X500 Pro beginnt preislich bei 6.499 Yuan (umgerechnet etwa 830 Euro), während das Vivo X500 Pro Max ab 6.999 Yuan (ca. 890 Euro) zu haben ist. Wer das Creator-Set inklusive Satellitenkommunikation und 1 TB Speicher möchte, zahlt heftige 12.999 Yuan (ca. 1.660 Euro). Konkrete Termine oder Preise für einen europäischen Verkaufsstart hat der Hersteller bislang nicht genannt.

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