Amazon verabschiedet sich vom Android-Ökosystem

Amazon vollzieht einen strategischen Wandel und distanziert sich schrittweise von Googles mobilem Betriebssystem. Diese Entwicklung markiert das Ende einer jahrelangen Zusammenarbeit zwischen beiden Tech-Giganten.
Der Versandhändler nutzte Googles Plattform bereits seit vielen Jahren für verschiedene Produktkategorien. Sowohl Fernsehgeräte als auch mobile Endgeräte liefen auf dieser Basis. Das Unternehmen brachte sogar ein eigenes Smartphone auf den Markt, das auf der offenen Plattform basierte.
Der hauseigene App-Marktplatz bot Nutzern attraktive Anreize. Durch spezielle Belohnungsprogramme erhielten Kunden kostenpflichtigen Software kostenlos. Diese Strategie sollte die Akzeptanz der alternativen Download-Quelle steigern.
Strategischer Kurswechsel: Eigene Software-Entwicklung
Amazon arbeitet bereits an proprietären Lösungen für seine Geräte-Familie. Die Fire TV-Benutzeroberfläche wird künftig ohne Googles Unterbau funktionieren. Interne Teams entwickeln eine maßgeschneiderte Alternative, die speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist.
Der schrittweise Ausstieg aus dem Android-Umfeld hat bereits begonnen. Das Windows-Projekt für mobile Apps wurde vor einiger Zeit beendet. Nun folgt die nächste Phase der Abkopplung.
Der offizielle Schlussstrich erfolgt am 20. August 2025. An diesem Datum stellt der Konzern seinen alternativen Store für Drittanbieter-Software auf Standard-Android-Geräten ein. Diese Ankündigung war bereits im Februar erfolgt.
Fire TV-Systeme und Tablet-Computer des Unternehmens bleiben vorerst verschont. Dort fungiert der Shop als einzige Bezugsquelle für zusätzliche Programme. Ein konkreter Zeitplan für diese Plattformen existiert noch nicht.
Die aktuell verwendete Software-Basis zeigt deutliche Schwächen. Amazons Implementierung hinkt den aktuellen Versionen erheblich hinterher. Das Betriebssystem dient lediglich als Fundament für die eigene Benutzeroberfläche.
Diese Situation erschwert Wartung und Weiterentwicklung erheblich. Veraltete Komponenten erfordern zusätzliche Ressourcen und verursachen höhere Kosten. Eine eigenständige Lösung verspricht deutlich effizientere Abläufe.
Zukunftsstrategie: Web-basierte Anwendungen im Fokus
Der neue Ansatz setzt verstärkt auf browserbasierte Programme. Diese Architektur reduziert den Wartungsaufwand erheblich und senkt Entwicklungskosten. Web-Apps bieten zudem plattformübergreifende Kompatibilität.
Die Transition zu einer hauseigenen Plattform ermöglicht vollständige Kontrolle über Updates und Features. Amazon kann Funktionen gezielt an die Bedürfnisse seiner Nutzer anpassen, ohne auf externe Vorgaben Rücksicht nehmen zu müssen.
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