Android 16 QPR3 Beta: Schwerwiegender Kamera-Bug bei Pixel-Geräten

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Quelle: Google

Google hat die erste Beta von Android 16 QPR3 für Pixel-Smartphones ab der sechsten Generation veröffentlicht. Der Build CP11.251114.006 bringt mehrere praktische Neuerungen. Nutzer können nun die Helligkeit der Taschenlampe direkt über einen Schieberegler in den Schnelleinstellungen anpassen. Außerdem lässt sich das „At a Glance“-Widget vollständig vom Homescreen entfernen. Zusätzlich zeigt die Statusleiste künftig klar an, welche Apps gerade den Standort verwenden. Damit erweitert Google die Transparenz und Kontrolle über zentrale Funktionen.

Kurz nach dem Start meldeten Tester jedoch ein gravierendes Problem mit der Kamera. Besonders beim Umschalten in den 50-Megapixel-Modus auf Haupt- oder Ultraweitwinkelkamera versagt das Fokussystem. Anwender berichten von stark unscharfen Bildern und einem „flatternden“ Verhalten, bei dem die Linse physisch vibriert und das gesamte Gerät spürbar zittert. Dieser Effekt macht hochauflösende Fotos praktisch unbrauchbar. Das Problem tritt konsistent auf, sobald der 50-MP-Modus aktiviert wird, und begann erst mit dieser Beta. Frühere Versionen waren davon nicht betroffen. Betroffen sind vor allem Pixel 8 Pro, Pixel-9-Modelle und weitere Geräte. Der Standardmodus mit 12 Megapixeln funktioniert meist normal.

Als kurzfristige Lösungen empfehlen Nutzer, im 12-MP-Modus zu bleiben, die Auto-Makro-Funktion zu deaktivieren oder die Kamera-App neu zu starten. Auch manuelles Antippen zum Fokussieren hilft kurzzeitig, doch die Unschärfe kehrt schnell zurück. Google hat die Berichte bereits aufgenommen und intern zur Untersuchung markiert. Ein Fix wird in einem kommenden Beta-Update oder einem kleineren Patch erwartet, könnte sich jedoch durch die Feiertage verzögern.

Der Fehler erinnert an ein Kameraproblem aus Oktober 2025, das vor allem Pixel-10-Pro-Nutzer bei Videoaufnahmen betraf. Damals führte ein Konflikt in der elektronischen Bildstabilisierung zu instabilen Videos bei bestimmten Zoomstufen. Obwohl spätere Updates einige dieser Schwierigkeiten behoben, blieben Restprobleme bestehen. Der aktuelle Fokus-Bug ist jedoch ein eigenständiger Softwarefehler und kein Hardwaredefekt.

Das Beispiel zeigt die Risiken von Beta-Programmen. Sie bieten zwar frühzeitig spannende Funktionen, können aber zentrale Features wie die Kamera vorübergehend einschränken. Wer auf zuverlässige Fotografie angewiesen ist, sollte vorerst bei der stabilen Version bleiben und auf weitere Updates warten.

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