Android Auto-Update: Neues Design sorgt für Kritik und Ablenkung im Auto
Android Auto erhält regelmäßig Updates, die nicht nur für Verbesserungen stehen. Jüngste Anpassungen am Interface haben bei vielen Autofahrern für Irritationen gesorgt, da sie eher die Ablenkung erhöhen, anstatt die Sicherheit zu stärken. Besonders das überarbeitete Design des Musikplayers, das seit August zunehmend verteilt wird, löste Diskussionen aus.
Die optischen Änderungen wirken zwar modern, verschlechtern jedoch die Ablesbarkeit während der Fahrt. Kleinere Coverbilder, eine dünnere Fortschrittsanzeige und engere Schriften führen dazu, dass Fahrer mehr Zeit benötigen, um Informationen zu erfassen. Damit widersprechen die Neuerungen dem eigentlichen Anspruch von Android Auto: die Konzentration auf den Straßenverkehr.
Die Einführung von Material You verschärft das Problem. Nutzer berichten von schwachen Kontrasten, blassen Symbolen und schwer erkennbaren Oberflächenelementen. Während das Design stilistisch ins Google-Ökosystem passt, beeinträchtigt es auf Fahrzeugdisplays mit starker Sonneneinstrahlung die Lesbarkeit erheblich. Ein Zurückschalten auf das alte Layout ist nicht möglich.
Auch die Navigation-Apps stehen im Fokus:
- Bei Waze kommt es durch automatische Kamerabewegungen an Kreiseln und großen Kreuzungen zu irritierenden Ablenkungen.
- Google Maps blockiert weiterhin Kartenausschnitte mit einer fixen Suchleiste, die sich weder ausblenden noch verkleinern lässt und so wertvolle Bildschirmfläche beansprucht.
Der Google Assistant hilft bei einfachen Aufgaben wie Erinnerungen oder Musiksteuerung. Bei Navigationsbefehlen zeigen sich jedoch Schwächen. Kommandos wie „Nach Hause fahren“ führen nicht immer zum gewünschten Ziel, sodass Nutzer häufig manuell eingreifen müssen – was dem Konzept der Sprachsteuerung widerspricht.
Im Cockpit gilt: Bedienelemente müssen klar, verlässlich und intuitiv sein. Google setzt jedoch auf schnelle Designexperimente, die im mobilen Bereich funktionieren mögen, im Auto aber zu gefährlichen Ablenkungen führen können.
Mögliche Lösungen wären:
- Optionale UI-Anpassungen statt Pflicht-Updates,
- Individuell skalierbare Schrift- und Interface-Elemente,
- Freie Konfiguration der Kartendarstellung mit bevorzugten Zielen,
- Getrennte Beta- und Stable-Versionen, um riskante Experimente zu begrenzen.
Android Auto bleibt grundsätzlich ein starkes Tool – mit Splitscreen, direkter Musiksteuerung und Navigationsintegration. Doch die letzten Designänderungen zeigen, dass Nutzerfreundlichkeit vor Innovation stehen muss, wenn es um Fahrsicherheit geht. Google sollte gezielt anpassbare Optionen bieten, damit Android Auto auch künftig ein praktischer und vor allem sicherer Beifahrer bleibt.
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