BMW i3 verdrängt den i4: Das Ende des bayerischen Elektro-Pioniers ist besiegelt

BMW räumt sein Portfolio in der Mittelklasse radikal auf. Mit der Vorstellung des neuen i3 auf Basis der „Neuen Klasse“ rückt das Ende für den aktuellen i4 in greifbare Nähe. Hochrangige BMW-Manager bestätigten am Rande der Designpremiere in München, dass die Produktion des i4 spätestens 2027 ausläuft. Der Grund ist simpel: Der neue i3 ist technisch so weit überlegen, dass für das bisherige Gran Coupé kein Platz mehr bleibt. Während der i4 noch auf einer Verbrenner-Mischplattform basiert, nutzt der i3 eine reine Elektro-Architektur mit 800-Volt-System.
Die technischen Eckdaten des neuen i3 lassen den i4 tatsächlich alt aussehen. Die Ausführung i3 50 xDrive kommt mit Allradantrieb und satten 345 kW Leistung daher. Dank eines 108-kWh-Akkus stellt BMW eine Reichweite von bis zu 900 Kilometern in Aussicht. An der Schnellladesäule zieht der Neue mit bis zu 400 kW Peak-Leistung vorbei, was den Ladestopp auf rund 21 Minuten verkürzt. Der i4 schafft mit seiner alten 400-Volt-Technik maximal 205 kW und benötigt deutlich länger für den gleichen Energiehub. Da beide Modelle im Münchener Stammwerk vom Band laufen, muss der i4 Platz für den Hochlauf des i3 machen.
Trotz des nahenden Produktionsstopps müssen Fans der 4er-Reihe nicht verzagen. Die Modellbezeichnung i4 dürfte nach einer kurzen Pause zurückkehren. BMW-Produktchef Bernd Körber und Vertriebsvorstand Jochen Goller deuteten an, dass ein sportlicheres Derivat auf Basis der Neuen Klasse fest eingeplant ist. Dieser künftige i4 wird sich optisch und fahrdynamisch deutlicher vom i3 abgrenzen, um eine eigene Daseinsberechtigung zu rechtfertigen. Vor 2028 ist mit diesem Nachfolger allerdings kaum zu rechnen, da BMW zunächst den Marktstart des i3 und des SUV iX3 stemmen muss.
Für Kunden bedeutet das: Wer aktuell einen i4 ins Auge fasst, bekommt zwar ein bewährtes, aber technisch überholtes Fahrzeug. Sobald der i3 als Limousine und später auch als Touring-Kombi bei den Händlern steht, verliert der i4 seine wichtigsten Verkaufsargumente. BMW rechnet fest damit, dass die Nachfrage nach dem alten Modell im kommenden Jahr rapide sinken wird.
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