BMW iX3 wird teurer: Preissteigerung statt Rabattschlacht bei der Neuen Klasse

BMW iX3
Quelle: BMW

BMW demonstriert derzeit eindrucksvoll Marktmacht und ignoriert den allgemeinen Branchentrend. Während andere Hersteller angesichts der neuen staatlichen Förderung von bis zu 6.000 Euro mit Rabatten um sich werfen, drehen die Münchner an der Preisschraube. Der Basispreis für den neuen BMW iX3 klettert um satte 2.000 Euro nach oben. Wer jetzt im Konfigurator einen iX3 50 xDrive zusammenstellt, startet nicht mehr bei 68.900 Euro, sondern muss mindestens 70.900 Euro investieren.

Der Grund für dieses Selbstbewusstsein liegt in den Auftragsbüchern. Das Angebot deckt die Nachfrage schlicht nicht ab. Berichten zufolge ist die Jahresproduktion für Europa bereits restlos vergriffen. Selbst für das Jahr 2026 werden die Slots im ungarischen Werk Debrecen knapp. Viele Kunden bestellten das Fahrzeug blind, ohne vorherige Probefahrt oder physische Begutachtung. BMW fährt zwar Sonderschichten, kommt aber kaum hinterher.

Technisch legt BMW bei der Ausstattungsliste nach. Interessenten finden nun die Option „AC-Laden Professional“ für 740 Euro Aufpreis. Dieses Feature beschleunigt das Laden an der heimischen Wallbox oder öffentlichen Säulen von 11 kW auf 22 kW. Gleichzeitig aktiviert dieses Paket die Vehicle-to-Load-Funktion. Dein Auto wird damit zur Powerbank und speist externe Geräte mit bis zu 3,7 kW. Das dürfte für viele Nutzer im Alltag einen echten Mehrwert darstellen.

Die technischen Daten der „Neuen Klasse“ rechtfertigen den Hype durchaus. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 400 kW. In zehn Minuten fließen theoretisch Strom für 372 Kilometer in den 108,7 kWh großen Akku. Die WLTP-Reichweite von bis zu 805 Kilometern setzt Maßstäbe im Segment. Der 345 kW starke Allradantrieb schiebt den SUV in 4,9 Sekunden auf Landstraßentempo.

Bestandskunden mit einer frühen Order können aufatmen, müssen aber aufpassen. Der alte Preis von 68.900 Euro bleibt bestehen, sofern du deine Konfiguration nicht anfasst. Jede nachträgliche Änderung am Auftrag hebelt den Preisschutz aus und führt zur Berechnung des neuen Listenpreises. Wer also noch schnell das 22-kW-Laden nachbuchen will, zahlt am Ende deutlich mehr als nur den Aufpreis für das Extra.


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