BMW startet digitale Zeitenwende: Der neue iX3 leitet die Ära der „Superbrains“ ein

BMW steht kurz vor einem technologischen Umbruch, der das Automobil neu definiert. Mit dem neuen iX3 beginnt 2025 die Einführung der „Neuen Klasse“ – einer Plattform, die nicht nur für Elektroantriebe, sondern auch für eine vollständig softwarebasierte Fahrzeugsteuerung entwickelt wurde. Anstelle dutzender Steuergeräte übernehmen künftig vier zentrale Hochleistungsrechner die gesamte Elektronik. Intern spricht BMW von sogenannten „Superbrains“, die alle Systeme koordinieren und kontinuierlich über Updates verbessert werden können.
Die Bayern setzen dabei bewusst auf Eigenleistung. Während andere Hersteller wie Audi oder Porsche bei der Entwicklung ihrer zonalen Architekturen auf Partner zurückgreifen, hat BMW sämtliche Technologien selbst konzipiert. Diese Strategie soll Unabhängigkeit sichern und spätere Integrationsprobleme vermeiden – ein Punkt, bei dem etwa der Volkswagen-Konzern mit seiner Software-Tochter Cariad in der Vergangenheit massive Verzögerungen hinnehmen musste.
Laut Entwicklungschef der Neuen Klasse gleicht dieser Schritt in seiner Tragweite dem Wechsel zum Elektroantrieb. Nahezu jede Abteilung des Unternehmens arbeite inzwischen an Softwarelösungen und digitaler Integration. Hardware und Software verschmelzen, erklärt BMW, zu einer Einheit, die nicht mehr getrennt entwickelt werden könne.
Der iX3 wird das erste Modell, das vollständig auf dieser neuen Architektur basiert. Damit verabschiedet sich BMW von der bisherigen Mischplattform, die sowohl für Verbrenner als auch für Elektrofahrzeuge diente. Zum ersten Mal entsteht ein X3-Modell, das von Grund auf als Elektroauto konzipiert wurde – mit 800-Volt-Technologie, modernster Batteriegeneration und einer Software-Struktur, die Daten in Echtzeit verarbeitet.
In puncto Leistung soll der neue iX3 deutlich zulegen: Die WLTP-Reichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 800 Kilometern. Unter Alltagsbedingungen dürften 450 bis 500 Kilometer problemlos erreichbar sein. Dank 400 kW Ladeleistung lassen sich die Akkus in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen – ein Wert, der die Alltagstauglichkeit deutlich erhöht.
Auch der Innenraum signalisiert den Neustart. Das sogenannte Panorama Vision-Display ersetzt klassische Instrumente und zieht sich über die gesamte Frontscheibe. Ein überarbeitetes Bedienkonzept richtet das Infotainment stärker auf den Fahrer aus, während das neue System „HypersonX“ personalisierte Funktionen anbietet. Beleuchtung, Widgets und Innenraumambiente lassen sich individuell anpassen und über die BMW ID in andere Fahrzeuge übertragen.
Besonderen Wert legt der Hersteller auf ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Fahrzeug und digitalem Alltag. Über die BMW-App lassen sich Reichweite, Ladezustand oder Navigationsziele in Echtzeit abrufen und direkt mit dem Fahrzeug synchronisieren. Automatisierte Prozesse – etwa das Laden oder Vorklimatisieren – sollen den Komfort zusätzlich steigern.
Der iX3 ist jedoch nur der Auftakt: 2026 folgt eine vollelektrische Limousine, die die Philosophie der Neuen Klasse weiter vertieft. BMW möchte so beweisen, dass Elektromobilität weit über den Antrieb hinausgeht – sie steht für eine vollständig vernetzte, softwaregetriebene Fahrkultur, die Effizienz, Komfort und Emotion in Einklang bringt.
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