Cloudflare-Ausfall legt ein Fünftel des Internets lahm, Ursache ist nun bekannt

Am 18. November 2025 kam es bei Cloudflare zu einem schwerwiegenden Systemausfall, der rund 20 Prozent des weltweiten Internetverkehrs beeinträchtigte. Zahlreiche bekannte Plattformen wie ChatGPT, Canva und X (ehemals Twitter) waren über Stunden hinweg nicht erreichbar. Nutzer erhielten lediglich Fehlermeldungen mit dem Hinweis auf interne Serverprobleme. Inzwischen hat das Unternehmen die Ursache des Vorfalls offengelegt: Ein interner Konfigurationsfehler in einem Datenbanksystem war der Auslöser.
Laut CEO Matthew Prince handelte es sich nicht um einen Cyberangriff oder eine externe Manipulation. Vielmehr führte eine Änderung der Zugriffsrechte in einem ClickHouse-Datenbankcluster dazu, dass fehlerhafte Daten generiert wurden. Diese Daten landeten in einer sogenannten Feature-Datei, die für die Bot-Erkennung zuständig ist. Die Datei wuchs daraufhin unerwartet stark an und wurde automatisch auf sämtliche Server im globalen Netzwerk verteilt.
Die betroffenen Systeme nutzen diese Datei, um den Datenverkehr zu analysieren und zu steuern. Aufgrund der plötzlichen Datenmenge konnten viele Server ihre Aufgaben nicht mehr korrekt ausführen. Das führte dazu, dass große Teile des Netzwerks ausfielen und zahlreiche Webseiten nicht mehr erreichbar waren. Der Fehler wurde zwar innerhalb weniger Stunden behoben, doch die Auswirkungen waren weltweit spürbar.
Cloudflare bezeichnete den Vorfall als den schwerwiegendsten Ausfall seit dem Jahr 2019. In einem Blogbeitrag entschuldigte sich das Unternehmen bei seinen Kunden und den betroffenen Internetnutzern. Die Verantwortlichen kündigten zudem an, die internen Prozesse zur Konfigurationsverwaltung zu überarbeiten, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.
Die Störung zeigt, wie abhängig viele digitale Dienste von wenigen zentralen Infrastrukturanbietern sind. Cloudflare betreibt ein globales Netzwerk zur Optimierung und Absicherung von Webinhalten. Ein Fehler in diesem System kann daher weitreichende Folgen haben – selbst wenn keine böswillige Absicht dahintersteckt.
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