Galaxy S26: Samsung verschiebt den Launch und ändert trotzdem fast nichts

Samsung Galaxy S26-Serie Render
Quelle: X/Twitter @UniverseIce

Samsung bringt die Galaxy S26-Serie später als gewohnt – statt im Januar geht es erst am 25. Februar los, mit Verkaufsstart am 11. März. Das ist ungefähr der Zeitrahmen, den Samsung zuletzt beim Galaxy S23 gewählt hatte. Warum die Verschiebung? Offiziell nicht bekannt, aber vermutlich hat es mit Lieferketten oder dem Wunsch zu tun, mehr Abstand zu anderen Launches zu schaffen.

Was Samsung bei diesem Unpacked-Event zeigen wird, ist absehbar: Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra. Drei Modelle, die technisch kaum von ihren Vorgängern abweichen. Kein Galaxy S26 Edge diesmal – das ultradünne Modell vom letzten Jahr hat sich offenbar nicht verkauft, also lässt Samsung das Experiment ruhen. Apple hat mit dem iPhone Air ähnliche Erfahrungen gemacht: Dünn ist nett, aber wenn dafür Akku und Kamera leiden, interessiert es kaum jemanden.

Beim Preis gibt es widersprüchliche Gerüchte. Komponenten wie RAM und Speicher sind teurer geworden, was eigentlich Preiserhöhungen nahelegt – 50 bis 100 Dollar mehr pro Modell wären denkbar. Aber Samsung will offenbar in den USA die Preise stabil halten, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Also vermutlich 799 Dollar für das S26, 999 für das S26 Plus und 1.299 für das Ultra. In anderen Regionen könnte es teurer werden, und die Launch-Angebote dürften weniger großzügig ausfallen als früher.

Technisch gibt es nur inkrementelle Updates. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 wird in den USA und China verbaut, in anderen Märkten kommt der Exynos 2600 zum Einsatz. Samsung hält also an der Zweigleisigkeit fest – ob der Exynos diesmal wirklich gleichwertig ist, wird sich zeigen. Bisher waren die Snapdragon-Varianten meist besser, vor allem bei Effizienz und Hitzeentwicklung.

RAM bleibt bei 12 GB für S26 und S26+, beim Ultra gibt es 12 oder 16 GB. Speicher: 256 und 512 GB für die kleineren Modelle, beim Ultra auch 1 TB und vielleicht sogar 2 TB in ausgewählten Regionen. SD-Karten-Slot? Vergiss es. Auch wenn immer wieder Gerüchte auftauchen, dass Hersteller den Slot zurückbringen wollen – bei Samsung passiert das nicht.

Die Kamera-Hardware bleibt weitgehend identisch. S26 und S26+ bekommen wieder 50 MP Hauptkamera, 12 MP Ultraweitwinkel und 10 MP Tele mit dreifachem Zoom. Beim Ultra: 200 MP Hauptsensor mit 100-fachem Digital-Zoom, 50 MP Ultraweitwinkel, 50 MP Periskop mit fünffachem Zoom und 10 MP Tele mit dreifachem Zoom. Das ist exakt das Setup vom S25 Ultra. Was sich ändert, sind Software-Optimierungen – bessere Bildverarbeitung, schnellere KI-Funktionen, vielleicht neue Modi. Aber keine neuen Sensoren.

Beim Display setzt Samsung weiterhin auf 2K LTPO AMOLED mit 120 Hz. Neu ist die dritte Generation der Anti-Reflexions-Beschichtung, die Samsung beim S24 Ultra eingeführt hat. Diesmal soll sie auch bei S26 und S26 Plus dabei sein – bisher war sie dem Ultra vorbehalten. Spitzenhelligkeit bleibt bei 2.600 Nits, zumindest beim Ultra. Beim S26 Plus könnte es Einschränkungen geben, weil die Produktion später gestartet ist – angeblich wegen der Edge-Entscheidung, die Samsung zwischenzeitlich getroffen und dann wieder verworfen hat.

Die Display-Größen: 6,3 Zoll beim S26, 6,7 Zoll beim S26+, 6,9 Zoll beim Ultra. Design bleibt nahezu gleich, inklusive Titan-Rahmen beim Ultra. Einzige Änderung: Das Kameramodul auf der Rückseite des Ultra soll leicht überarbeitet sein. Ob das optisch auffällt, ist fraglich.

Farben beim Ultra laut Leaks: Schwarz, Kobaltviolett, Rosegold, Silberschatten, Himmelblau, Weiß. Einige davon vermutlich exklusiv auf Samsungs Website, wie schon bei früheren Ultra-Modellen.

Der Akku wird etwas größer. Das S26 bekommt 4.300 mAh statt 4.000 mAh – ein spürbarer Sprung. Das S26 Plus bleibt bei 4.900 mAh, das Ultra steigt von 5.000 auf 5.200 mAh. Silizium-Kohlenstoff-Akkus kommen nicht, Samsung bleibt bei Lithium-Ionen. Warum? Vermutlich Kosten und Verfügbarkeit.

Laden wird beim S26 frustrierend langsam bleiben: 25 Watt. Es gibt Gerüchte, dass Samsung auf 45 Watt aufstocken könnte, aber bisher nichts Bestätigtes. Das S26 Plus lädt mit 45 Watt, das Ultra endlich mit 60 Watt. Zum Vergleich: Chinesische Hersteller bieten teilweise 120 Watt und mehr. Samsung ist hier konservativ, vielleicht aus Sorge um Akkulebensdauer – aber 25 Watt beim Basismodell sind 2026 einfach zu wenig.

Software: One UI 8.5 ab Werk, basierend auf Android 16 QPR2. Samsung testet das bereits seit Dezember auf den S25-Geräten. Neue Galaxy-KI-Features kommen dazu, Details noch unklar. Die Updategarantie bleibt bei sieben Jahren – eines der wenigen Argumente, die Samsung noch von der Konkurrenz abheben.

Lohnt sich der Kauf? Wer ein S24 oder S25 hat, definitiv nicht. Auch S23-Besitzer können getrost warten. Die Unterschiede sind marginal – etwas mehr Akku, minimal schnellerer Chip, vielleicht bessere Software. Wer aber ein älteres Gerät nutzt, findet im S26 ein solides Upgrade. Nur: Es wird vermutlich nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Wer flexibel ist, sollte abwarten, was andere Hersteller 2026 bringen.

Samsung spielt es sicher. Zu sicher vielleicht. Das Galaxy S26 ist kein Rückschritt, aber auch kein Sprung nach vorn. Es ist ein Refresh mit neuer Modellnummer. Ob das reicht, um gegen Konkurrenten zu bestehen, die aggressiver innovieren, wird sich zeigen.


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