Google im KI-Aufbruch: Wie Gemini 3, Vibe Coding und die Rückkehr der Gründer den Konzern neu formen

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Quelle: KI-generiert mit Imagen 3 von Google Gemini

Ende November 2025 kündigte CEO Sundar Pichai in einem Gespräch mit Logan Kilpatrick eine tiefgreifende Neuausrichtung von Google an. Nach Jahren der Vorbereitung startet nun die vollständige Integration künstlicher Intelligenz in Produkte und interne Abläufe. Bereits mehr als ein Viertel des neu geschriebenen Codes stammt von Algorithmen, die Marktkapitalisierung liegt bei 3,86 Billionen Dollar und die Gründer Larry Page sowie Sergey Brin sind wieder stärker eingebunden. Mit Gemini 3, Vibe Coding und einer Kultur, die an die frühen Start-up-Tage erinnert, beginnt für Google eine neue Phase.

Ein zentraler Punkt ist die automatisierte Softwareentwicklung. Pichai erklärte, dass über 25 Prozent des Codes inzwischen von KI generiert werden. Das Konzept „Vibe Coding“, geprägt von Andrej Karpathy, erlaubt es auch Mitarbeitern ohne technische Kenntnisse, Anwendungen per Sprachbefehl zu erstellen. Ein Beispiel: Ein Marketingangestellter kann eine Umfrage-App allein durch eine Anweisung an die KI erstellen. Microsoft meldete im Frühjahr 2025, dass bereits 30 Prozent seines Codes durch KI entstehen. Pichai betonte jedoch, dass bei kritischen Systemen Vorsicht geboten sei, da Sicherheitsrisiken bestehen.

Die Einführung von Gemini 3 am 18. November 2025 gilt als entscheidender Wendepunkt. Seit Jahresbeginn stieg der Aktienkurs um 70 Prozent, die Bewertung liegt nun hinter Apple und Nvidia. Gemini 3 übertrifft in Benchmarks sowohl GPT-5 von OpenAI als auch Claude von Anthropic. Pichai erklärte, dass die jahrelangen Grundlagenarbeiten nun Früchte tragen und die Entwicklung bewusst Schritt für Schritt erfolgte.

Bemerkenswert ist auch die kulturelle Veränderung. Larry Page und Sergey Brin sind wieder aktiver und bringen den ursprünglichen Innovationsgeist zurück. Brin trifft sich regelmäßig mit Mitarbeitern, diskutiert Projekte und half, bürokratische Hürden bei Gemini abzubauen. Pichai beschreibt die Atmosphäre im Unternehmen als ähnlich zu den Gründungsjahren, mit enger Zusammenarbeit und direktem Austausch.

Die Reise begann 2016 mit der Erklärung, Google werde ein „AI First“-Unternehmen. In den Jahren 2018 bis 2022 folgte der Aufbau der Infrastruktur, einschließlich der Fusion von Google Brain und DeepMind. 2023 und 2024 erschienen die ersten Gemini-Modelle, die jedoch noch nicht marktreif waren. 2025 markiert mit Gemini 3 und Vibe Coding den Übergang zur vollständigen Implementierung.

Die entscheidende Frage bleibt, ob Google mit dieser Strategie Apple und Nvidia überholen kann und wie sicher Vibe Coding bei komplexen Systemen tatsächlich ist.

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