Nothing Phone (3): Carl Pei verteidigt das kontroverse Design und spricht Klartext zur Kritik

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Quelle: Nothing

Kaum ein Smartphone der letzten Jahre hat die Tech-Community so gespalten wie das Nothing Phone 3. Seit der offiziellen Vorstellung polarisiert das Gerät mit ungewöhnlichen Designentscheidungen und einem mutigen Konzept. Auf harsche Kritik führender YouTuber wie MKBHD, Mrwhosetheboss und Beebom reagierte Unternehmensgründer Carl Pei nun mit einem offenen Video – einer Mischung aus Verteidigung, Klarstellung und strategischer Positionierung. Die Botschaft ist klar: Wer etwas Neues wagt, muss mit Widerstand rechnen.

Neues Design, große Reaktion: Kein Platz mehr für Glyph-Lichter

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen verzichtet das Nothing Phone 3 auf das auffällige, leuchtende Glyph-System. Stattdessen befindet sich auf der Rückseite nun ein monochromes Dot-Matrix-Display in der Ecke – eine Entscheidung, die bei manchen schlecht ankam. Tech-Influencer MKBHD bezeichnete das Design als „hässlich“, Mrwhosetheboss kritisierte die Kameraausrichtung als „prototyphaft“.

Carl Pei bleibt trotzdem standhaft. Die asymmetrische Anordnung sei ein bewusster Ingenieursentscheid, sagte der Gründer in seinem Statement. Um die Kamera optisch glatter ins Gehäuse einzubetten, habe man sogar die Leiterplatte durchbrochen. Laut Pei sei dieses Vorgehen im Sinne funktionaler und modularer Ästhetik. Ähnliche Reaktionen habe man bereits beim Phone 3a Pro gesehen – zunächst verspottet, später ein Bestseller.

Preis unter Beschuss: Was rechtfertigt 799 Dollar?

Nicht nur das Design, auch die Preisgestaltung sorgte für Diskussionen. Mit einem Einstiegspreis von 799 US-Dollar ist das Phone 3 kostspieliger als viele vergleichbare Modelle mit Snapdragon 8s Gen 4. Pei verteidigte die Kostenstruktur damit, dass Nothing als kleiner Akteur in der Branche bei den Produktionsstückzahlen keine Einkaufsrabatte wie die Konkurrenz erhalte. Sein Statement: „Wir bauen kein Billiggerät – das wäre ein zielloses Geschäftsmodell.“

Software bleibt Nothings großer Trumpf

Kritiker wie MrMobile oder Lim Reviews loben die Benutzeroberfläche Nothing OS 3.5 als eine der saubersten Android-Interpretationen auf dem Markt. Im Interview deutete Pei zudem Version 4.0 an. Diese soll unter anderem die KI-basierte „Essential Search“ bieten – eine neue Suchfunktion, die Aufgaben wie Schnellrechnungen oder gezielte Informationsabfragen direkt über das System erlaubt.

Ein großer Vorteil: Die Software kommt komplett ohne Bloatware aus – ein Alleinstellungsmerkmal, das im Android-Segment Seltenheitswert hat. Pei betonte, dass man bewusst auf eine intuitive Nutzererfahrung und klare Gestaltung setzt.

Kamera: (Noch) nicht ganz High-End, aber mit Stärken

In Bezug auf die Kameraqualität räumte Pei ein, dass das Phone 3 nicht mit den Flaggschiffen von Apple oder Samsung mithalten könne. Dennoch sei der Fortschritt spürbar. Besonders Makrofotos mit dem Periskop-Objektiv zeigten, in welche Richtung man sich weiterentwickeln wolle: weg von reinen Specs, hin zu nützlichen Funktionen für den Alltag.

Fazit: Das Nothing Phone 3 ist kein Gerät für jeden – und will es auch nicht sein

In seinem Abschlussstatement machte Pei deutlich, für wen Nothing überhaupt Smartphones baut: „Wenn du nach Hummer suchst und nicht nach der nächsten Krabbe – dann sind wir deine Marke.“ Damit unterstreicht er Nothings Position als „Anti-Mainstream“-Hersteller. Wer kompromisslose Innovation, eigenständiges Design und clevere Software sucht, könnte im Phone 3 den perfekten Begleiter finden.

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