Porsche-Bilanz 2025: Absatzzahlen sinken trotz Elektro-Boom

Porsche blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2025 zurück. Die Auslieferungen sanken weltweit um 10 Prozent auf insgesamt 279.449 Fahrzeuge. Dieser Rückgang kommt für die Zuffenhausener allerdings nicht überraschend. Vor allem das Auslaufen der Verbrenner-Modelle beim Macan und 718 sowie die schwächelnde Nachfrage in China drücken auf die Bilanz. Vertriebsvorstand Matthias Becker betont jedoch, dass man bewusst auf Qualität vor Quantität setze.
Ein Lichtblick bleibt die Elektro-Strategie. Mit 61.706 ausgelieferten Stromern konnte Porsche den E-Anteil deutlich steigern. Mittlerweile ist jedes dritte in Europa verkaufte Fahrzeug vollelektrisch. Der Macan führt die Statistik als meistverkauftes Modell an, wobei über die Hälfte der Käufer bereits zur neuen Elektro-Generation griff. Auch der legendäre 911 knackte mit über 51.000 Einheiten eine neue Bestmarke. Hybrid-Antriebe gewinnen ebenfalls an Boden und machen nun gut 12 Prozent des Gesamtabsatzes aus.
In China kämpft Porsche hingegen mit hartem Gegenwind. Ein Minus von 26 Prozent markiert den heftigen Wettbewerb im Luxussegment. Nordamerika rettet die Statistik als stabilste Region und bleibt der wichtigste Markt für den Sportwagenbauer. Im Heimatmarkt Deutschland gab der Absatz um 16 Prozent nach. Hier machten sich vor allem Lücken im Portfolio bemerkbar, da einige Verbrenner-Modelle aufgrund neuer EU-Cybersicherheitsregeln nicht mehr verkauft werden durften.
Für 2026 plant Porsche vorsichtig. Das Unternehmen investiert weiter konsequent in den Dreiklang aus Verbrennern, Hybriden und Elektroautos. Man will den Fokus noch stärker auf Individualisierung und Sonderwünsche legen, um die exklusive Kundschaft bei Laune zu halten. Trotz der aktuellen Delle im Volumen bleibt das Ziel klar: Wertsteigerung steht über reinen Rekordzahlen. Ob der neue Cayenne Electric den erhofften Schub bringt, wird das nächste Frühjahr zeigen.
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