Samsung bremst UWB beim Galaxy S24 Ultra: Volle Power nur für eigene Tracker

Wer präzise Ortung liefert, gewinnt heute das Vertrauen der Nutzer. Ultrabreitband-Technologie bildet dafür das unsichtbare Fundament. Apple nutzt sie für AirTags, Google für das Find-My-Device-Netzwerk. Die Hardware dahinter bleibt meist simpel: Ein passender Chip und die richtige Antenne genügen. Doch am Ende entscheidet allein die Software des Herstellers über den tatsächlichen Nutzen im Alltag.
Ein neugieriger Besitzer des Samsung Galaxy S24 Ultra deckte nun eine fragwürdige Praxis auf. Im Inneren des Flaggschiffs steckt der Qualcomm-QBT4000-Chip. Das ist exakt das gleiche Bauteil, das auch im Pixel 8 Pro oder iPhone 15 Pro für exakte Standortdaten sorgt. Rein physisch bringt das Samsung-Smartphone also alle Voraussetzungen für erstklassiges Tracking mit. Die Realität sieht jedoch offenbar anders aus, sobald man Samsung-fremdes Zubehör nutzt.
Laut Berichten aus der Community schaltet das S24 Ultra die volle UWB-Leistung nur frei, wenn ein hauseigener Samsung SmartTag in der Nähe ist. Versucht man hingegen Tracker von Drittanbietern wie den Moto Tag zu finden, drosselt das System die Präzision drastisch. Das Smartphone wechselt dann in einen eingeschränkten Modus. Für Nutzer ist das ein Schlag ins Gesicht, da sie trotz identischer Hardware künstlich in das Samsung-Ökosystem gezwungen werden.
Dieses Vorgehen hinterlässt einen fahlen Beigeschmack beim Thema Interoperabilität. Samsung scheint hier bewusst Hürden für Konkurrenzprodukte aufzubauen. Während die Hardware das Potenzial für ein universelles Such-Netzwerk hätte, schiebt die Firmware einen Riegel vor. Wer also die beste Ortung will, muss aktuell wohl oder übel auch bei den Anhängern zum Original greifen. Wir hoffen, dass Samsung hier per Software-Update noch einmal nachbessert und die Hardware-Fesseln löst.
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Das macht Apple schon immer und schlimmer. Da regt sich doch auch keiner auf.