Skoda: Die Tschechen kneifen beim elektrischen Kleinstwagen

Skoda erteilt einem elektrischen Kleinstwagen unterhalb des kommenden Epiq eine klare Absage. Während die Konzernmutter Volkswagen mit dem ID. Every1 (ID. 1) für 2027 den 20.000-Euro-Sektor plant, ziehen sich die Tschechen aus diesem Preiskampf zurück. Vertriebsvorstand Martin Jahn stellt unmissverständlich klar: Ein Nachfolger für den e-Citigo rechnet sich schlichtweg nicht. Die Herausforderung liegt in der Rentabilität, da die Margen bei kleinen Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern massiv geringer ausfallen.
Das neue Einstiegsmodell markiert somit ab 2026 der Skoda Epiq. Der kompakte Elektro-SUV soll rund 25.000 Euro kosten und mit einer Reichweite von über 400 Kilometern punkten. Damit positioniert sich Skoda preislich zwar attraktiv, überlässt das absolute Einstiegssegment aber kampflos der Marke Volkswagen. VW nutzt hier den Skaleneffekt und wird das Segment der Stadtautos als einzige Konzernmarke bedienen. Für Skoda und Cupra ist der Markt laut Konzernlogik nicht groß genug, um drei eigenständige Ableger gewinnbringend zu platzieren.
In der tschechischen Modellpalette bleibt der Fabia vorerst der Chef im Ring für preisbewusste Käufer. Skoda plant, die Verbrenner-Modelle Fabia, Kamiq und Scala bis weit über das Jahr 2030 hinaus am Leben zu erhalten. Um die Abgasnormen zu erfüllen, bekommen diese Baureihen demnächst Hybridtechnologie spendiert. Ein vollautomatischer Wechsel auf ein elektrisches Fabia-Pendant erfolgt erst, wenn die Batteriepreise drastisch sinken. Bis dahin setzt Skoda auf bewährte Verbrenner und den neuen Epiq als elektrisches Aushängeschild der Kompaktklasse.
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