Speicherkrise 2026: KI-Boom verteuert RAM und zwingt zu Smartphones mit weniger Arbeitsspeicher

Xiaomi Mi Note 10
Quelle: Schmidtis Blog

Die weltweite Nachfrage nach Arbeitsspeicher erreicht durch den KI-Trend neue Höhen. Betreiber großer Rechenzentren kaufen enorme Mengen an DDR5-Modulen, was die Preise massiv steigen lässt. Während Anfang 2025 ein 32-GB-Kit noch rund 120 Euro kostete, liegt der Marktwert inzwischen bei bis zu 480 Euro. Hersteller wie Micron konzentrieren ihre Produktion zunehmend auf Serverkomponenten, wodurch Endkunden immer stärker ins Hintertreffen geraten.

Diese Entwicklung wird 2026 auch den Smartphone-Sektor treffen. Insider berichten, dass Premiumgeräte künftig nicht mehr mit 16 GB RAM ausgestattet werden, sondern maximal 12 GB erhalten. Mittelklassemodelle sollen wieder auf 8 GB zurückfallen, während günstige Varianten teilweise nur 6 GB oder sogar 4 GB bieten – ein Niveau, das zuletzt 2018 üblich war. Für Käufer bedeutet das weniger Zukunftssicherheit, da moderne Apps und Spiele mehr Speicher benötigen, gleichzeitig aber höhere Preise für Geräte mit reduzierter Ausstattung.

Auch der interne Speicher bleibt von der Krise nicht verschont. Zwar steigen die Kosten hier nicht so drastisch wie beim RAM, doch Hersteller planen, die Basiskonfiguration zu senken. Statt 256 GB sollen viele Einsteigermodelle nur noch mit 128 GB ausgeliefert werden. Wer mehr Platz benötigt, muss teure Upgrades wählen.

Dass Smartphones erst 2026 betroffen sind, liegt an den langen Vorlaufzeiten in der Chipproduktion. Viele Hersteller verfügen noch über Lagerbestände aus den Jahren 2024 und 2025. Sobald diese Reserven aufgebraucht sind, erhalten Server und PCs Vorrang, während mobile Geräte nachrangig bedient werden.

Für Verbraucher bedeutet das: Smartphones werden teurer, bieten weniger RAM und kleinere Speicheroptionen. Wer Wert auf hohe Ausstattung legt, sollte 2025 noch zuschlagen und Modelle mit größeren Kapazitäten sichern. Alternativ kann Cloud-Speicher helfen, wenn der interne Platz knapp wird.

Die Speicherkrise zeigt eindrucksvoll, wie stark der KI-Hype ganze Märkte beeinflusst. 2026 wird für viele Nutzer zum Jahr der Abstriche – weniger Leistung bei gleichzeitig höheren Kosten.


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