Tesla streicht Model S und Model X aus dem deutschen Konfigurator: Zukunft der Topmodelle ungewiss

Tesla hat in Deutschland die Oberklasse-Modelle Model S und Model X aus seinem Online-Konfigurator entfernt. Käufe sind aktuell nur noch über Bestandsfahrzeuge möglich, ein Schritt, der sich auch in mehreren anderen europäischen Ländern abzeichnet. Die Perspektive der beiden Premium-Modelle bleibt somit unklar.
Bei Tesla führt der „Bestellen“-Button normalerweise direkt zum Konfigurator für Neufahrzeuge. Bei Model S und Model X leitet die Website nun jedoch auf verfügbare Lagerfahrzeuge um. Nur Model 3 und Model Y lassen sich nach wie vor frei konfigurieren. Diese Änderung betrifft neben Deutschland auch wichtige Märkte wie Norwegen, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande.
Ob das Aussetzen der Neubestellungen eine temporäre Maßnahme ist oder dauerhaft bleibt, ist derzeit unklar. In den USA sind die letzten Facelift-Versionen der beiden Baureihen weiterhin bestellbar. Tesla stellte im Juni ein kleines Update speziell für den US-Markt vor, das optische Anpassungen, neue Außenfarben, Felgendesigns und dezente Komfortverbesserungen umfasst. Technisch entspricht das Facelift dem Stand von 2021. Parallel stiegen die Preise um jeweils 5.000 Dollar.
Weltweit spielt das Model S und X vor allem in Europa nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Mehrheit der Tesla-Verkäufe entfällt auf die Modelle Model 3 und Model Y. Im zweiten Quartal 2025 wurden global knapp 374.000 Model 3 und Y zugelassen, während die Kategorie „Sonstige“ inklusive Model S und X nur rund 10.400 Einheiten ausmachte. Die deutschen Zulassungszahlen bestätigen diesen Trend: Im ersten Halbjahr 2025 erhielten lediglich 58 Model S und 59 Model X eine Zulassung, gegenüber über 6.300 für das Model Y.
Seit der Markteinführung in Europa – Model S bereits 2012, Model X ab 2015 – hat Tesla seine Elektromodelle stets weiterentwickelt. Das jüngste Facelift brachte neben neuer Lackierung auch eine optimierte Aerodynamik, verbesserten Fahrkomfort, mehr Reichweite von bis zu 660 Kilometer nach US-Standard, leiseres Innengeräusch und zusätzliche Ambientebeleuchtung. Trotzdem scheint der Hersteller in Europa die Priorität zugunsten der Massenmodelle verschoben zu haben.
Experten spekulieren, dass Tesla das Model S und X auf dem europäischen Markt mittelfristig ganz aus dem Programm nehmen könnte. Aufgrund geringer Verkaufszahlen und der vermeintlich veralteten Technik stehen die großen Tesla-Modelle zunehmend im Schatten der erfolgreicheren, effizienteren Modellpalette. Elon Musk selbst hatte bereits vor einigen Jahren erklärt, dass die Produktion der beiden Luxusfahrzeuge vor allem „sentimentalen Gründen“ geschuldet sei.
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Wäre gut, wenn sich Tesla komplett vom europäischen Markt verabschieden würde.
Die Marke und das Ansehen ist verbrannt, „Dank Elon Musk“ und u.a. durch seine politischen Aktivitäten.
Und aus Datenschutzgründen sind die Auto ja eh eine Katastrophe, never ever würde ich mich in einem solchen Auto reinsetzen geschweige den fahren/mitfahren wollen.
Selbst geschenkt würde ich es sofort, ohne auch nur einen 1m gefahren zu sein, verkaufen.
Und das „DuckFace“ der meisten Modelle mag aerodynamisch sein, sieht aber m.E. einfach nur „igitt“ aus …
Was Elon aus Tesla gemacht hat, ist einfach nur eine Katastrophe.
Martin Eberhard, einer der Mitbegründer von Tesla, wurde von Musk nach und nach aus dem Unternehmen gedrängt und (fast) vergessen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Eberhard
Wenn man heute von Tesla Motors spricht, dann leider nur von Musk.