Türkei-Urlaub 2025: Internationale eSIM-Anbieter gesperrt – was Reisende jetzt wissen müssen

Seit Anfang Juli 2025 gibt es für viele Türkei-Urlauber eine unangenehme Überraschung: Die türkische Telekommunikationsbehörde BTK hat den Zugang zu mehreren internationalen eSIM-Anbietern blockiert. Betroffen sind unter anderem bekannte Namen wie Airalo, Holafly, Nomad, Alosim, Mobimatter, Saily, Instabridge und BNESIM – also genau die Plattformen, auf die viele Touristen setzen, um im Urlaub günstig und flexibel mobil zu surfen.
Die eSIM-Technologie an sich ist nicht verboten – gesperrt wurde nur der Zugang zu bestimmten internationalen Anbietern innerhalb der Türkei.
Offizielle Begründungen gibt es bisher nicht. Beobachter vermuten jedoch wirtschaftliche und regulatorische Gründe: Möglicherweise geht es um Lizenzpflichten, Steuerfragen – oder schlicht darum, den lokalen Anbietern wie Turkcell, Vodafone Turkey und Türk Telekom einen Vorteil zu verschaffen.
Alle Reisenden, die während ihres Aufenthalts in der Türkei eine neue eSIM über einen der genannten Anbieter buchen, aktivieren oder verwalten möchten, kommen aktuell nicht mehr auf deren Websites oder Apps – es erscheint entweder eine Fehlermeldung oder die Seiten laden gar nicht mehr.
Wichtig: Wer seine eSIM bereits vor der Einreise installiert und aktiviert hat, kann sie in der Regel weiter nutzen, solange das Datenpaket gültig ist. Kritisch wird es, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist, die eSIM versehentlich gelöscht wurde oder ein neues Paket gebucht werden soll – denn dann funktioniert der Zugriff auf die Plattformen nicht mehr ohne Weiteres.
Was kann man tun, um online zu bleiben?
Damit du im Türkei-Urlaub nicht plötzlich offline bist, hier die wichtigsten Tipps:
✅ eSIM vor der Reise buchen & aktivieren
Am besten installierst und testest du deine eSIM zu Hause über WLAN, bevor du in die Türkei reist. So stellst du sicher, dass alles funktioniert.
✅ QR-Code oder Aktivierungsdaten offline speichern
Mach dir einen Screenshot des Aktivierungscodes oder lade das eSIM-Profil lokal aufs Gerät – so kannst du es im Notfall nochmal aktivieren.
✅ VPN-App vorbereiten (mit Einschränkungen)
Ein VPN kann unter Umständen helfen, die Sperre zu umgehen. Allerdings ist das nicht immer zuverlässig – und manche Anbieter erkennen und blockieren VPNs ebenfalls.
✅ Ausweichen auf kleinere Anbieter oder lokale Alternativen
Manche Anbieter wie Yesim scheinen Stand Juli 2025 noch nicht gesperrt zu sein. Alternativ kannst du dir eine physische Prepaid-SIM oder lokale eSIM von türkischen Netzbetreibern kaufen – am Flughafen oder in lokalen Shops.
Wichtig zu wissen:
- Wer erst vor Ort eine eSIM buchen will, hat ohne VPN keinen Zugriff auf die Anbieter-Plattformen.
- EU-Roaming gilt in der Türkei nicht – deutsche SIM-Karten verursachen beim Surfen oder Telefonieren hohe Zusatzkosten.
- Die Sperre ist serverseitig, also nicht einfach mit App-Tricks zu umgehen – nur ein VPN kann (theoretisch) helfen.
- eSIMs sind in der Türkei selbst nicht verboten – nur internationale Anbieter wurden gesperrt.
Wenn du in der Türkei günstig mobil surfen möchtest, bereite dich gut vor:
Installiere deine eSIM vor der Reise, speichere alle Infos offline – oder plane gleich mit einer lokalen SIM/eSIM. Die Blockade betrifft nicht die Technik selbst, sondern nur den Zugang zu bestimmten Anbietern. Wer erst im Urlaub nach einem neuen Tarif sucht, sollte auf lokale Lösungen oder VPN-Umwege setzen – letzteres allerdings mit Einschränkungen.
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