Xiaomi SU7 Ultra bricht ein: Vom Hype‑Boliden zum Ladenhüter – und die bittere Lektion dahinter

Der Absturz des Xiaomi SU7 Ultra ist brutal. Ein Modell, das im März 2025 noch über 3.000 Käufer pro Monat anzog, schafft heute nicht einmal mehr dreistellige Verkäufe. Dieser Einbruch ist kein normaler Marktrückgang, sondern das Ergebnis einer Fehleinschätzung im Premium‑Segment.
Die Ursachen liegen offen auf dem Tisch. Zuerst sorgten Unfälle für Schlagzeilen – ausgelöst durch eine Leistung, die auf öffentlichen Straßen kaum kontrollierbar war. Danach platzten Erwartungen an versprochene Aerodynamik‑Features. Den endgültigen Schaden richtete Xiaomi selbst an: Ein Software‑Update drosselte die Motorleistung des Ultra. Was als exklusives Performance‑Versprechen verkauft wurde, entpuppte sich als Problemfall. Das spezielle Verkaufsteam existiert inzwischen nicht mehr.
Für etablierte Premium‑Hersteller ist dieser Verlauf ein Geschenk. Marken wie Porsche müssen nicht mit spektakulären Launch‑Events reagieren. Sie setzen auf das, was Xiaomi fehlt: Vertrauen, Wertstabilität und Erfahrung im Umgang mit hoher Leistung. Der SU7‑Ultra‑Flop zeigt, wie hart der Markt reagiert, wenn ein Hersteller versucht, mit Hype statt Substanz im Hochpreissegment Fuß zu fassen.
Xiaomi hat die Konsequenzen gezogen. Beim kommenden YU7 SUV verzichtet das Unternehmen auf ein neues Ultra‑Modell und plant stattdessen ein gemäßigtes GT. Das ist die Rückkehr in das Segment, in dem Xiaomi traditionell stark ist: solide Mittelklasse statt riskanter Premium‑Ambitionen. Dass der Xiaomi SU7 Ultra bald offiziell eingestellt wird, ist absehbar. Die Lektion ist klar: Im oberen Markt kauft man keine Experimente – man kauft Marken, die ihre Versprechen seit Jahrzehnten einlösen.
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Naja, soviel Leistung (über 1500PS) war „früher“ mal nur Dragster-Fahrern auf einer abgesperrten Geraden und nur rund 400m langen Rennstrecke vergönnt.
Über 450PS mit Verbrenner nur ganz wenigen, die es sich finanziell leisten können und wollten und deren Ego ein „Ich bin was besseres“ unbedingt brauchten.
Mit dem obigen Automodell kann sich quasi „jeder Himbeer-Toni“ einen Bolliden kaufen.
Ob er den dann auch im Griff hat, also verantwortungsbewusst damit umgehen kann, steht auf einem anderen Blatt.
Ich selbst hatte mal einen KIA EV6 mit über 300PS 1h lang zur Probe … einerseits faszinierend, andererseits auch beängstigend, da jeder Millimeter Fahrpedalweg sofort, also unverzüglich in Vortrieb umgesetzt wird … um so schneller kann man sich und andere abschießen…
Mit so viel Leistung und Drehmoment verantwortungsvoll umzugehen … dürfte vermutlich vielen schwer fallen.
Das Problem ist auch die Qualität der Fahrzeuge. Im China auf dem letzten Platz was die Qualität angeht!