1.500 kW Ladeleistung? BYD startet Denza in Deutschland mit einem fetten Haken

Front des Denza Z9 GT mit BYD-Logo
Quelle: BYD
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BYD bringt seine Luxustochter Denza nach Deutschland. Der erste eigene Store steht ab sofort in der Hamburger Innenstadt. Köln und Frankfurt folgen in wenigen Tagen. Bis Ende nächsten Jahres sollen 40 Läden und 80 Werkstätten stehen.

Zwei Autos machen den Anfang. Der Denza D9 ist ein riesiger Hybrid-Van für sieben Personen mit 210 Kilometern Elektro-Reichweite. Das eigentliche Prunkstück heißt jedoch Z9GT. Dieser Nobel-Schlitten kostet 115.000 Euro, leistet 850 kW und schießt in unter drei Sekunden auf Tempo 100.

Das Lade-Wunder, das keines ist

BYD verbaut im elektrischen Z9GT die neue Generation seiner Blade-Batterie. Das System schluckt theoretisch 1.500 kW Strom beim sogenannten Flash Charging. Der Akku füllt sich damit in neun Minuten fast komplett.

Denza verschweigt im Kleingedruckten ein massives Problem für europäische Kunden. Diese extreme Ladegeschwindigkeit funktioniert aktuell nur mit dem chinesischen Ladestecker. Europäische Ladesäulen nutzen den CCS-Standard. Ihr guckt an hiesigen Stromtankstellen beim Super-Laden also erst einmal in die Röhre.

  • Denza Z9GT: Kostet 115.000 Euro, bietet 600 Kilometer Reichweite, leidet aber unter der Stecker-Bremse.
  • Denza D9 dm-i: Ein dicker Luxus-Van für die Großfamilie, kombiniert Benzin und Strom für 950 Kilometer Gesamtweg.
  • Denza Plug-in-Hybrid: Erscheint Ende des Jahres für 101.000 Euro mit weniger Leistung, schafft aber 800 Kilometer Reichweite.

Große Versprechen für die Zukunft

BYD will das Infrastruktur-Problem selbst lösen. Der Hersteller verspricht 3.000 eigene Schnellladestationen in Europa innerhalb der nächsten zwölf Monate. Genaue Standorte oder technische Daten für den europäischen Markt fehlen bisher komplett.

Käufer des Z9GT erhalten bis September immerhin 18 Monate Gratis-Strom an diesen Stationen. Das nützt nur wenig, solange kein passendes Kabel existiert. Mercedes war früher übrigens am Joint Venture Denza beteiligt. BYD hat die Stuttgarter mittlerweile komplett herausgedrängt und steuert die Marke allein.

Konkurrenten wie Porsche oder Lucid laden an europäischen Säulen real weiterhin schneller. BYD muss erst beweisen, dass die China-Technik auf unseren Autobahnen ankommt. Acht Modelle sollen bis Ende nächsten Jahres folgen.


Quelle: Denza Pressemitteilung

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