Skoda Epiq und Peaq: Zwei Erlkönige zeigen sich im Wintertest fast ungetarnt

Beim Wintertest in Nordeuropa zeigten sich Epiq und Peaq mit deutlich weniger Tarnung als bisher. Für Skoda ist das kein Zufall. 2026 kommen beide Modelle, und zusammen decken sie die gesamte Breite des SUV-Markts ab, die Skoda bislang elektrisch noch nicht besetzt hat.
Starten wir beim Epiq, dem interessanteren Massenmarktkandidat. 4,17 Meter lang, MEB+-Plattform, Frontantrieb, drei Varianten. Wer sich für das Topmodell Epiq 55 entscheidet, bekommt einen 55-kWh-NMC-Akku, 430 km WLTP und eine DC-Ladeleistung von 133 kW. Von 10 auf 80 Prozent dauert das 23 Minuten. Das sind vernünftige Zahlen für ein Auto, das in der Basis bei rund 25.000 Euro starten soll. Der Kofferraum fasst 475 Liter, mehr als ein VW Golf, bei gut 20 Zentimetern weniger Außenlänge. Skoda weiß, worauf es ankommt.
Die Basisvarianten Epiq 35 und 40 teilen sich eine 38,5-kWh-LFP-Batterie und kommen 315 km weit. Das lädt mit 50 bzw. 90 kW, ist für Vielfahrer also weniger interessant. Zur Markteinführung im Herbst kommt ohnehin zunächst nur der Epiq 55. Die günstigeren Versionen folgen später.
Dann ist da noch der Peaq. Fünf Meter, sieben Sitze, Serienversion der Konzeptstudie Vision 7S aus dem Jahr 2022. Das Ziel laut Skoda: über 600 km WLTP Reichweite, bis zu 200 kW Ladeleistung. Als wahrscheinlichster Akku gilt ein 86-kWh-Pack aus dem VW-Konzernregal, das auch im ID.7 Pro S und ID. Buzz zum Einsatz kommt. Offizielle Bestätigung durch Skoda steht aber noch aus, die Weltpremiere ist für Sommer 2026 geplant. Preiserwartung laut Fachmedien: Einstieg ab rund 50.000 bis 52.000 Euro. Kia EV9 und Hyundai Ioniq 9 setzen auf 800-Volt-Technik und kosten entsprechend mehr. Darin liegt Skodas Chance.
Optisch ist der Peaq-Prototyp noch diskussionswürdig. Der hintere Abschluss wirkt mit viel Blechfläche unfertig, das kann aber auch an der Tarnung liegen. Die Designsprache Modern Solid, die Skoda seit dem Elroq konsequent durchzieht, macht vorne eine bessere Figur als hinten. Mal sehen, was Sommer 2026 zeigt.
Was Skoda mit diesen beiden Modellen hinbekommt, ist strategisch schlüssig. Der Epiq holt preissensible Käufer ins Boot, der Peaq adressiert Familien mit Platzanspruch und Langstreckenambition. Was weiterhin fehlt: eine elektrische Variante klassischer Karosserien wie dem Octavia. Limousinen und Kombis bleiben vorerst Verbrenner-Terrain.

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
