Ausgepatcht: Warum echte Knöpfe im Auto das Touch-Chaos beenden

VW ID. Cross Konzept
Quelle: Volkswagen AG
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EuroNCAP setzt dem blinden Display-Wahn ein Ende. Wer künftig die volle Sterne-Bewertung im Sicherheitstest will, muss Blinker, Hupe und Scheibenwischer wieder über physische Schalter steuern. Diese neuen Anforderungen zwingen die Hersteller zum Umdenken. Sogar in China steht eine Einbaupflicht für haptische Bedienelemente kurz vor der Verabschiedung. Damit platzt die Blase der radikal reduzierten Cockpits, die Tesla einst als vermeintlichen Standard etablierte.

Die Praxis zeigt längst, dass Touch-Flächen am Lenkrad eine Sackgasse sind. Mercedes reagierte bereits und rüstete den CLA EQ auf klassische Kippschalter und Walzen um. Audi schlägt einen ähnlichen Kurs ein und kündigt für zukünftige Modelle eine radikale Bildschirm-Diät an. Das ist die direkte Antwort auf den Hyperscreen-Trend, der Fahrer eher ablenkt als unterstützt. Selbst Tesla musste einsehen, dass Tasten auf dem Lenkrad den Blinkerhebel nicht ersetzen können und brachte diesen im Model 3 zurück.

Während Marken wie Volkswagen das haptische Feedback wiederentdecken, verharren einige Hersteller wie Hyundai noch in der Display-Maximierung. Doch der Wind hat sich gedreht. Kunden wollen nicht für jede Basisfunktion in Untermenüs abtauchen. Die Industrie liefert nun die Quittung für jahrelange Einsparungen, die als Innovation verkauft wurden. Wer während der Fahrt den Wischer bedienen will, braucht einen Hebel und kein verschachteltes Menü auf einem Tablet.

Dieser Wandel ist ein Gewinn für die Verkehrssicherheit und den Bedienkomfort. Die Ära, in der Designer die Ergonomie dem Look opferten, geht zu Ende. Echte Schalter bieten die Blindbedienung, die auf einem glatten Glasbildschirm technisch unmöglich ist. Am Ende siegt die Vernunft über das Marketing-Versprechen eines komplett digitalen Innenraums.


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