Google Pixel 12: Droht der nächste teure Hardware-Stillstand?

Google Pixel 11 in 4 Farben
Quelle: 9to5Google
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Google tritt beim Smartphone-Design seit drei Generationen auf der Stelle und kopiert fleißig den kantigen iPhone-Look. Nach dem eher blassen Pixel 11 soll das Google Pixel 12 im Spätsommer kommenden Jahres endlich den überfälligen Befreiungsschlag liefern. Doch wer auf echte Quantensprünge hofft, könnte bitter enttäuscht werden, denn die globale Chip- und Speicherkrise droht den Herstellern massiv den Riegel vorzuschieben.

Tensor G7 und die RAM-Bremse im Alltag

Unter der Haube bastelt Google am Tensor G7, der wie gewohnt kaum mit der rohen Rechenpower eines Qualcomm Snapdragon oder Apple Silicon mithalten wird. Laut aktuellen Leaks testet der Konzern zwar schnellen LPDDR6-RAM mit bis zu 14,4 Gbit/s, doch wegen der explodierenden Speicherpreise durch den weltweiten KI-Boom dürfte am Ende wohl doch wieder der langsamere LPDDR5x-Speicher verbaut werden. Für uns Nutzer bedeutet das: Mehr Geld auf den Tisch legen für minimale Leistungszuwächse.

Dazu kommt die ewige GPU-Baustelle, bei der Google seit zwei Generationen auf eine veraltete PowerVR-Grafikeinheit setzt. Wer auf einem 1.200-Euro-Smartphone anspruchsvolle 3D-Games zocken will, schaut bisher in die Röhre, weil moderne Vulkan-Standards schlicht fehlen. Hier muss Google zwingend nachbessern, sonst verliert die Pro-Reihe endgültig den Anschluss an die Android-Spitze.

Silizium-Kohlenstoff-Akkus gegen lahme Laufzeiten

Beim Akku keimt immerhin berechtigte Hoffnung auf, da Google den Wechsel auf moderne Silizium-Kohlenstoff-Akkus intern bereits prüft. Nachdem Samsung bei Foldables vorgelegt hat, wäre eine höhere Energiedichte im kompakten Gehäuse genau das, was die Pixel-Reihe dringend gegen ihre chronische Laufzeitschwäche braucht. Ob man das wirklich flächendeckend in allen vier Modellen – inklusive dem Pro XL und dem Fold – sehen wird, bleibt abzuwarten.

Hardware-MerkmalGoogle Pixel 11 (Ist-Stand)Google Pixel 12 (Leak-Prognose)Praxis-Relevanz
ArbeitsspeicherLPDDR5x (~10,6 Gbit/s)LPDDR5x oder LPDDR6 (~14,4 Gbit/s)Schnellere On-Device-KI vs. Kostenfalle
Batterie-TechnikKonventionelle Li-IonSilizium-Kohlenstoff (Si/C)Höhere Kapazität bei gleicher Baugröße
Grafikeinheit (GPU)Veraltete PowerVR-ArchitekturVulkan-optimierte Next-Gen-GPUBessere Gaming-Performance über 60 FPS
Gehäuse-ErgonomieFlacher Rahmen (iPhone-Stil)Rückkehr zu ergonomischen RundungenDeutlich angenehmeres Handling ohne Hülle

Ergonomie-Comeback und das Flacker-Problem

Das kantige Design der letzten Jahre sieht zwar auf Hochglanzfotos schick aus, liegt aber ohne Schutzhülle wie ein Ziegelstein in der Hand. Wir fordern die Rückkehr zu den handschmeichelnden, geschwungenen Kanten früherer Pixel-Tage, denn Ergonomie schlägt reines Optik-Bling-Bling jederzeit. Auch bei der rückseitigen HiLight-LED muss Google endlich echten Nutzwert liefern, statt nur ein winziges Gimmick auf den Kamerabuckel zu klatschen.

Ein echtes Armutszeugnis bleibt bisher die Display-Ansteuerung für empfindliche Augen. Die extrem niedrige PWM-Dimmfrequenz sorgt bei vielen Nutzern für Kopfschmerzen, und der softwareseitige Augen-Modus ist kaum mehr als ein fauler Kompromiss. Wenn Google bei den eigenen Barrierefreiheits-Versprechen glaubwürdig bleiben will, gehört eine vollwertige Anti-Flicker-Lösung ab Werk ins Pflichtenheft.

Vier Modelle, aber saftige Aufpreise

Das Line-up wird sich voraussichtlich wieder aus vier Geräten zusammensetzen: Basis-Pixel, Pixel 12 Pro, Pro XL und dem Foldable. Weil globale KI-Rechenzentren die weltweiten Speicher- und Chipkapazitäten leersaugen, zeichnet sich für Endkunden die nächste Preiserhöhung ab. Ob die Hardware-Upgrades diese saftigen Aufschläge rechtfertigen, wage ich angesichts der bisherigen Leaks allerdings stark zu bezweifeln.

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