Samsung Galaxy S26: Endlich fliegt die nervige Bloatware runter

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Thema Bloatware auf Samsung-Smartphones eigentlich schon lange abgehakt hatte. Seit Jahren nervt uns der koreanische Tech-Riese damit, dass er Drittanbieter-Software wie Microsoft SwiftKey unlösbar fest im System verankert. Wer lieber Gboard oder die native Samsung-Tastatur nutzt, schaute bisher tief in die Röhre und durfte zusehen, wie unlöschbare Apps kostbaren Speicher belegen.
Mit der Testversion von One UI 9.0 auf dem neuen Galaxy S26 ändert sich dieser ärgerliche Zustand nun grundlegend. Samsung schraubt überraschend an seiner rigorosen App-Politik und gestattet es erstmals, SwiftKey mit einem einfachen Tippen vollständig vom Gerät zu verbannen. Das wurde aber auch verdammt noch mal Zeit!
Warum das SwiftKey-Aus ein technischer Durchbruch ist
Was im ersten Moment nach einer kleinen kosmetischen Korrektur klingt, ist unter der Haube ein gewaltiger Wandel für die Nutzerfreiheit. Bisher lag die Microsoft-Tastatur tief im geschützten Systempfad /system/priv-app/ und konnte ohne umständliche ADB-Befehle über den PC bestenfalls deaktiviert werden. Die Anwendung blockierte somit dauerhaft gut 55 MB internen Flash-Speicher und verblieb als unlöschbarer Ballast auf dem Smartphone.
Mit One UI 9.0 verschiebt Samsung die App-Rechte in die Standard-Benutzerpartition. Das bedeutet nicht nur saubere 55 MB mehr Speicherplatz, sondern stoppt auch etwaige Hintergrund-Prozesse und Telemetrie-Dienste, die bisher selbst im deaktivierten Zustand im Arbeitsspeicher herumgeisterten. Wir bekommen damit endlich ein Stück weit die Souveränität über unsere eigene Hardware zurück.
One UI 8.0 gegen One UI 9.0 im direkten Bloatware-Vergleich
Um den Unterschied der Systemarchitektur zu verdeutlichen, zeigt der direkte Systemvergleich, wie konsequent Samsung seine Software-Strategie für künftige Modellgenerationen bereinigt.
| Kriterium | One UI 8.0 (Vorher) | One UI 9.0 (Jetzt auf Galaxy S26) |
| Microsoft SwiftKey | Nur deaktivierbar (bleibt im System) | Vollständig deinstallierbar |
| Speicherbelegung | Mindestens 55 MB dauerhaft belegt | 0 MB nach Deinstallation |
| Systempfad-Montage | Privilegierte System-App (/system/priv-app/) | Standard-Nutzer-App (/data/app/) |
| Partner-Apps (Z Fold 8, A57) | Ab Werk vorinstalliert | Vollständig gestrichen / optional |
| Galerie-Einbindung | Erzwungene Microsoft OneDrive-Anbindung | Entkoppelt / Freie Cloud-Wahl |
Das Ende einer teuren Partnerschaft mit Microsoft
Dieser Schritt kommt keineswegs überraschend, sondern markiert das schleichende Ende einer jahrelangen Allianzenpolitik. Auf neuen Geräten wie dem Galaxy Z Fold 8 oder dem Galaxy A57 verzichtet Samsung bereits ab Werk auf die Vorinstallation der Microsoft-Tastatur.
Gleichzeitig bröckelt die tiefe Verzahnung in der Samsung-Galerie, wo die erzwungene OneDrive-Synchronisation schrittweise zurückgebaut wird. Für uns Verbraucher ist diese Abkehr ein klarer Gewinn, denn wir zahlen für ein Premium-Smartphone schlussendlich viel Geld und verdienen eine saubere Nutzeroberfläche ohne erzwungene Werbe-Software.
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