Apple: Das Falt-iPhone wird zum Debakel im September

Show but don’t ship – exakt dieses Szenario blüht uns bei der anstehenden Präsentation des ersten faltbaren iPhones. Wenn Tim Cook am 8. September die Bühne betritt, wird das Unternehmen zwar ein Falt-Smartphone im Rampenlicht drehen, kaufen können es die meisten von uns aber vorerst nicht.
Nach Berichten des australischen Portals ChannelNews, die sich auf chinesische Komponenten-Zulieferer sowie Mobilfunkanbieter stützen, steckt die Produktion tief in der Klemme. Wer gehofft hat, die neue Geräteklasse direkt nach der Keynote im Laden mitzunehmen, blickt tief in die Röhre.
Papier-Launch statt Verkaufsstart im September
Der vorliegende Fahrplan sieht vor, zum Start im September extrem begrenzte Stückzahlen ausschließlich in den USA auf den Markt zu werfen. Wichtige Märkte wie China, Australien und Deutschland stehen weit hinten in der Verteilung und müssen sich bis zu drei Monate gedulden.
| Kriterium | Apple iPhone Fold (Leaks) | Samsung Galaxy Z Fold 8 |
| Marktstart | September 2026 (exklusiv USA) | Sofort global verfügbar |
| Volumen H2 2026 | ca. 7 Millionen Geräte | Unbegrenzte Serienfertigung |
| Fertigungs-Hürde | Scharnier- & UTG-Ausschuss | Ausgereifte Hinge-Mechanik |
| Erwarteter Preis | Ca. 3.700 AUD (~2.300 €) | 2.999 AUD (Straßenpreis niedriger) |
Diese Strategie erinnert stark an die Einführung der Vision Pro oder des iPhone X. Bei einem flexiblen Smartphone, dessen Segment der Wettbewerb längst dominiert, ist diese künstliche Verknappung ein extrem gewagtes Spiel. Ob man das wirklich braucht? Ein unfertiges Produkt anzukündigen, nur um Flagge zu zeigen, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.
Millionen-Debakel bei Foxconn und Display-Problemen
Die Ursachen für diesen Stotterstart liegen in den Werkhallen des Auftragsfertigers Foxconn. Bei den Qualitätsprüfungen zeigen das flexible OLED-Panel sowie das neu entwickelte Scharnier massive Schwachstellen. Die Serienproduktion wurde von Juni schrittweise auf August verschoben, wodurch im zweiten Halbjahr 2026 mickrige sieben Millionen Einheiten vom Band laufen.
Preislich schießt Cupertino dabei völlig am Markt vorbei. Insiderberichte deuten darauf hin, dass das Gerät preislich leider völlig daneben liegt und das konkurrierende Samsung Galaxy Z Fold 8 um bis zu 700 australische Dollar übertreffen könnte. Apple schweigt beim Event wohl sogar offiziell zum Preis, was das Transparenz-Debakel perfekt macht.
Samsung dominiert den Markt ohne Gegenwind
Erzrivale Samsung reibt sich bei diesem Trauerspiel entspannt die Hände. Die Koreaner beliefern den Markt mit dem Galaxy Z Fold 8 ohne Lieferengpässe und greifen genau jene Kaufwilligen ab, die nicht Monate auf ein US-Importgerät warten wollen.
Das wurde aber auch Zeit für den Einstieg in die Falt-Kategorie. Was Apple hier allerdings abliefert, ist kein Befreiungsschlag, sondern ein bürokratischer Kompromiss auf dem Rücken der Konsumenten.
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