Hyundai Ioniq 1: Kompaktes Elektro-SUV im Erlkönig-Test

Hyundai IONIQ 1 EV
Quelle: KCB
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Der Blick auf die neuesten Erlkönig-Aufnahmen lässt einen aufhorchen: Hyundai schickt ein neues Elektro-SUV auf die Straße, das spürbar kleiner ausfällt als der Ioniq 5. Was da dicht getarnt über die Teststrecken rollt, könnte als Ioniq 1 oder Ioniq 4 genau die Lücke schließen, an der sich viele Käufer seit Jahren abarbeiten – ein bezahlbares Elektroauto im echten Kompaktformat.

Schluss mit Crossover-Riesen: Ein Stromer für das ID.3-Segment

Die gesichteten Prototypen zeigen klare Kante. Kurze Überhänge, eine flach abfallende Dachlinie und eine kompakte Gesamtstatur grenzen den Erlkönig deutlich von den Wuchtbrummen Ioniq 5 und Ioniq 6 ab. Hyundai schließt damit die gigantische Lücke zwischen dem Kleinstwagen Inster und der gehobenen Mittelklasse.

In der Praxis visiert der Südkoreaner damit direkt etablierte Platzhirsche an. Das Modell trifft im Markt exakt auf den VW ID.3 und den Volvo EX30. Für den europäischen Stadt- und Pendlerverkehr ist diese Größenklasse ein entscheidender Schlüssel, den Hyundai bisher sträflich vernachlässigt hat.

Die 800-Volt-Frage: Wo Hyundai den Rotstift ansetzen muss

Die größte technische Komponente betrifft die Ladearchitektur. Während die großen E-GMP-Geschwister mit ultraschneller 800-Volt-Technik glänzen, steht beim kleineren Modell der Rotstift im Raum. Ein Wechsel auf eine günstigere 400-Volt-Architektur würde die Produktionskosten massiv drücken.

Beim Antrieb deutet alles auf einen effizienten Einzelmotor an der Vorder- oder Hinterachse hin. Für den Geldbeutel der Käufer ist das eine gute Nachricht: Weniger Komplexität bedeutet einen niedrigeren Einstiegspreis. Wer Allrad sucht, dürfte höchstens im Aufpreisregal fündig werden.

Kampfabstimmung unter 30.000 Euro gegen Chinas Billig-Stromer

Der Grund für den Testlauf liegt auf der Hand. Der Marktdruck durch chinesische Hersteller steigt kontinuierlich. Wenn Hyundai in den unteren Segmenten nicht kampflos das Feld räumen will, muss ein wettbewerbsfähiges Angebot her.

Ein Zielpreis von unter 30.000 Euro würde das Modell im Markt schlagartig zum Bestseller-Anwärter machen. Da Erlkönige bereits auf öffentlichen Straßen Erprobungskilometer spulen, ist mit einer offiziellen Vorstellung innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate zu rechnen.

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