Amazon Prime Video mit Werbung: So umgehen Nutzer die Spots legal

weißer Prime Video-Schriftzug auf hellblauem Hintergrund
Quelle: Amazon
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Seit Anfang 2024 blendet Amazon Prime Video in seinem Standard-Abo Werbung ein. Wer ohne Unterbrechungen schauen möchte, muss zusätzlich zur Prime-Mitgliedschaft knapp drei Euro monatlich zahlen. Viele Abonnenten suchen deshalb nach legalen Möglichkeiten, die Spots zu vermeiden – und tatsächlich gibt es einige Wege.

Die Verbraucherzentrale Sachsen unterstützt Betroffene mit einer Klage gegen den Streaming-Anbieter. Allerdings weist Amazon in seinen Vertragsbedingungen klar darauf hin, dass es das Recht behält, Verträge zu beenden, falls Nutzer auf kostenfreie Werbefreiheit bestehen.

Das Prime-Abo selbst kostet nach einer 30-tägigen Testphase 8,99 Euro im Monat oder 89,90 Euro im Jahr.

Eine der einfachsten Methoden, Reklame zu umgehen, ist der Download von Inhalten über die Prime-Video-App auf Mobilgeräten oder Laptops. Wer Filme oder Serien vorab speichert, kann sie ohne Werbung offline abspielen. In der App genügt ein Klick auf die Download-Schaltfläche im jeweiligen Titel. Danach erscheinen die gespeicherten Inhalte im Bereich „Downloads“.

Einschränkungen gibt es allerdings: Nicht alle Filme oder Serien lassen sich speichern, und die Gesamtzahl ist auf 15 bis 25 Titel begrenzt. Nutzer müssen daher regelmäßig Platz schaffen. Auf Smart-TVs oder im Browser steht diese Funktion nicht zur Verfügung.

Auch ein Kinderprofil vermeidet bislang Werbeunterbrechungen. Allerdings sind dort Titel mit Altersfreigaben ab 16 oder 18 Jahren gesperrt.

Eine weitere Option ist die Nutzung von VPN-Diensten. In Ländern wie Portugal oder Irland blendet Amazon derzeit keine Werbung ein. Allerdings fehlen dort teilweise deutsche Tonspuren oder Inhalte aus dem deutschen Katalog. Zudem kann Amazon VPN-Verbindungen blockieren, was diese Variante riskant macht.

Selbst wer die kostenpflichtige werbefreie Version bucht, muss bei bestimmten Formaten mit Werbung rechnen. Live-Sport wie die Champions League oder einzelne Channels bleiben von der Zusatzoption ausgenommen. Zudem blendet Amazon weiterhin Trailer zu Eigenproduktionen ein.

Die Länge der Werbeclips lag zu Beginn zwischen zwei und dreieinhalb Minuten pro Stunde. Mittlerweile berichten Nutzer jedoch von vier bis sechs Minuten, was den Sehkomfort deutlich einschränkt. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es nicht, doch Monatsabos lassen sich jederzeit beenden und Jahresmitgliedschaften anteilig erstatten.

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