Amazon Prime Video Ultra: 4K und Dolby Atmos werden zum Aufpreis – auch für Deutschland geplant

Amazon Prime Video
Quelle: Amazon
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Amazon macht beim Streaming ernst und zieht die nächste Preisstufe hoch. Mit Prime Video Ultra startet der Konzern zunächst in den USA ein neues Zusatzpaket, das bisher selbstverständliche Features hinter eine zusätzliche Paywall verschiebt. Das Muster kennt man bereits von Netflix und anderen Plattformen – Amazon geht jetzt denselben Weg.

Bislang war Prime Video im normalen Prime-Abo enthalten, das werbefreie Streaming gab es für einen kleinen Aufpreis. Mit Ultra dreht Amazon weiter an der Preisschraube: Das neue Paket kostet in den USA 5 Dollar pro Monat und soll in Deutschland voraussichtlich für 5 Euro starten. Neu ist dabei nicht nur der Name, sondern auch der Umfang dessen, was ins Basispaket fällt – und was nicht mehr. Denn Ultra bringt nicht einfach neue Funktionen mit, sondern zieht bestehende Features aus dem Standard-Angebot heraus: Werbefreiheit, 4K-Auflösung und Dolby Atmos wandern ins Premiumpaket.

Wer weiterhin nur das kostenlose Basispaket nutzt, bekommt Inhalte in HD-Qualität – aber mit Werbung. Immerhin stockt Amazon hier etwas auf: Bis zu vier parallele Streams sind künftig möglich, das Download-Limit steigt auf 50 Titel, und HDR10 sowie Dolby Vision bleiben im Standardtarif erhalten. Die höchste Bildqualität und der beste Ton bleiben aber Ultra-Abonnenten vorbehalten.

Wer das Ultra-Paket bucht, kann dagegen bis zu 100 Titel offline speichern und streamt ohne Unterbrechungen durch Werbung – in maximaler Auflösung und mit Dolby Atmos, sofern der jeweilige Titel das unterstützt. Und genau da liegt für viele Nutzer der eigentliche Haken: Gerade im deutschen Sprachraum fehlt Dolby Atmos bei zahlreichen Titeln in der deutschen Tonspur komplett und steht nur in der englischen Originalfassung zur Verfügung. Wer also für das Ultra-Paket zahlt und auf Deutsch schaut, bekommt den vollen Tonumfang oft gar nicht.

Für Deutschland ist Prime Video Ultra noch nicht offiziell angekündigt, der Markstart in den USA legt aber nahe, dass der Rollout hierzulande nur eine Frage der Zeit ist. Der direkte Vergleich zum bisherigen werbefreien Tarif dürfte dann für Diskussionen sorgen: Statt bisher 3 Euro wären künftig 5 Euro fällig – für ein Paket, das zwar mehr bietet, aber gleichzeitig den bisherigen Standard nach unten verschiebt.


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