Tesla FSD startet für 99 Euro monatlich oder 7500 Euro einmalig

Tesla FSD Supervised Europe
Quelle: Tesla, Inc.
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Tesla bricht in den Niederlanden endlich den Bann für das „Full Self-Driving“ auf europäischem Boden. Die dortige Zulassungsbehörde RDW hat nach anderthalb Jahren Dauerstress auf Teststrecken grünes Licht gegeben. Wer einen Tesla besitzt, bekommt jetzt Zugriff auf einen speziellen EU-Softwarezweig der FSD-Version 14. Damit wandert das System aus der jahrelangen Warteschleife direkt in den Alltag der ersten europäischen Fahrer.

Finanziell kommt dieser Schritt für Elon Musk zur rechten Zeit. Während die Margen durch Preisschlachten schrumpfen, verspricht das Abo-Modell für 99 Euro im Monat oder der Einmalkauf für 7.500 Euro sprudelnde Gewinne. Europa ist für Tesla quasi unbestelltes Land, was Software-Einnahmen angeht. Dass die Niederländer hier den Vorreiter spielen, dürfte den Druck auf andere EU-Staaten massiv erhöhen. Ich halte es allerdings für fragwürdig, ob die Begeisterung anhält, wenn die ersten strengen System-Sperren bei Unaufmerksamkeit zuschlagen.

Technisch hat die EU-Version wenig mit dem US-Pendant gemeinsam. Die RDW zwang Tesla dazu, einen komplett eigenen Software-Stack zu stricken, der den hiesigen Sicherheitsregeln entspricht. Die Hände dürfen zwar vom Lenkrad weg, aber die Augen bleiben unter Dauerbeobachtung der Innenraumkamera. Wer zu lange aus dem Fenster starrt, fliegt vorerst aus dem System. Das klingt nach einer vernünftigen Erziehungshilfe für Nutzer, die Autonomie mit Schlafenszeit verwechseln.

Momentan bleibt der Fahrspaß auf die Niederlande begrenzt. Die Unterlagen für eine EU-weite Zulassung liegen aber bereits in Brüssel auf dem Tisch. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Dominoeffekt einsetzt und wir auch auf deutschen Autobahnen sehen, ob die FSD Europe Edition wirklich hält, was das Marketing verspricht. Meiner Meinung nach wird die Bürokratie in Brüssel das Tempo jedoch noch ordentlich drosseln, egal wie fertig die Software ist.

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Ein Kommentar

  1. FSD Fahrt sicherer als die meisten Menschen, also wird die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten geringer.

    Wer FSD verzögert, wird Blut an den Fingern haben. Ich schätze, einem echten, deutschen Bürokraten ist das egal; aber ein gewisser Druck wird da sein, wenn man ihm vorrechnet, wie viele unnötige Tote auf sein Konto gehen.

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