Samsung Galaxy Z Fold 8: Der versteckte Haken der neuen Akkutechnologie

Höhere Energiedichte auf engstem Raum klingt nach einem vollen Erfolg für dünne Falt-Smartphones. Die behördlichen Daten der Europäischen Union zeigen nun jedoch die schmerzhafte Kehrseite. Wer Samsungs neue Generation über mehrere Jahre nutzen möchte, verliert deutlich schneller an Kapazität als bisher.
Silizium-Karbon liefert Laufzeit, frisst aber Langlebigkeit
Samsung verbaut in der aktuellen Foldable-Riege erstmals Akkus mit Silizium-Karbon-Chemie. Diese Anoden speichern spürbar mehr Energie pro Kubikmillimeter. Das Gehäuse bleibt dadurch schlank, während die Nennkapazität steigt.
Physikalisch zahlen Käufer dafür einen spürbaren Preis. Die EU-EPREL-Datenbank weist für das Galaxy Z Flip 8, das Z Fold 8 und das Z Fold 8 Ultra nur noch 1.200 Ladezyklen aus, bevor die Kapazität auf 80 Prozent fällt. Beim Galaxy Z Flip 7 und Z Fold 7 garantierte der Hersteller noch 2.000 Ladezyklen.
Das ist ein Abstrich um genau 40 Prozent bei der Haltbarkeit.
Die Mathematik der Alterung schlägt beim Flip besonders zu
Aus meiner Sicht wiegt dieser Einschnitt je nach Modell völlig unterschiedlich schwer. Samsung fängt den Leistungsverlust beim Galaxy Z Fold 8 Ultra durch einen Sprung auf 5.000 mAh ab. Nach 1.200 Ladezyklen bleiben davon rechnerisch immerhin noch 4.000 mAh übrig.
Beim Z Flip 8 fehlt dieser Puffer. Der Hersteller beließ die Nennkapazität auf dem Niveau des Vorgängers. Das bedeutet schlicht: Nach etwa drei Jahren täglicher Nutzung fällt der Akku auf effektiv 3.440 mAh. Der Vorgänger erreichte diesen Abnutzungsgrad erst nach über fünf Jahren.
Samsungs Versprechen von sieben Jahren Android-Updates wirkt vor diesem Hintergrund fast zynisch. Was nützt jahrelanger Software-Support, wenn die Hardware nach der Hälfte der Zeit an die Steckdose gefesselt ist?
Kein reines Problem der neuen Zellchemie
Die Angelegenheit wird durch einen Blick auf das restliche Portfolio noch auffälliger. Auch die Galaxy S26-Serie stufte Samsung in den EPREL-Dokumenten auf 1.200 Ladezyklen herunter – obwohl dort weiterhin klassische Lithium-Ionen-Zellen zum Einsatz kommen.
Gegenüber der Konkurrenz steht der Konzern dennoch passabel da. Apple und Google lassen ihre aktuellen iPhones und Pixel-Modelle in der EU-Datenbank mit lediglich 1.000 Ladezyklen zertifizieren.
Tröstlich ist das kaum. Wer über 1.500 Euro für ein Smartphone ausgibt, sollte keinen Rückschritt bei der Langlebigkeit akzeptieren müssen.
Warum Silizium Anoden sprengt
Der Wechsel zu Silizium-Karbon-Anoden ist das Resultat harter physikalischer Zwänge. Silizium kann theoretisch gut zehnmal mehr Lithium-Ionen aufnehmen als herkömmlicher Graphit. Bei der Einlagerung dehnt sich das Material jedoch um bis zu 300 Prozent aus. Dieses ständige Ausdehnen und Zusammenziehen während der Ladevorgänge zermürbt die Mikrostruktur der Anode, zerstört die Schutzschicht auf den Elektroden und führt zu rapider Kapazitätsabnahme.
Für Hersteller entsteht eine schwierige Hürde zwischen Gehäusedicke und Akkulaufzeit. Um Falt-Smartphones noch dünner zu bauen, führt an Silizium-Beimischungen kein Weg vorbei. Die Zeche zahlt der Endkunde in Form einer verkürzten Nutzungsdauer.
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Was für ein Schwachsinn. das ist nur Ketzerei! Schauen Sie sich doch mal die Galaxy S26 Serie an, hier steht auch „nur“ noch 1200x, was nicht mit der verwendeten Akkutechnologie zu tun hat! Journalismus hat was mit korrekter Recherche zu tun!
Hm. Steht auch genau so im Text.