Android 17 Beta 3: Google schraubt massiv am Standort-Datenschutz

Google hat die dritte Beta von Android 17 für Pixel-Smartphones veröffentlicht und legt den Fokus diesmal fast komplett auf den Schutz eurer Bewegungsdaten. Die auffälligste Neuerung ist ein neuer Location-Button, den Entwickler direkt in ihre Apps einbauen können. Er ersetzt die klassischen System-Dialoge für den Einmal-Zugriff. Klickt ihr darauf, bekommt die App eure präzisen Koordinaten genau für diese eine Sitzung. Sobald ihr die Anwendung schließt, erlischt die Freigabe automatisch. Das ist ideal, um kurz einen Shop in der Nähe zu finden oder ein Foto mit einem Standort-Tag zu versehen, ohne der App dauerhafte Rechte einzuräumen.
Auch bei der Transparenz legt Google eine Schippe drauf. Sobald eine App, die nicht zum System gehört, euren Standort abfragt, taucht ein deutliches Icon in der Statusleiste auf. Ein Fingertipp auf diesen Indikator zeigt euch sofort, welche Apps zuletzt geschnüffelt haben. Von dort aus könnt ihr Berechtigungen ohne Umwege entziehen. Zudem hat Google den Dialog für die Standortfreigabe überarbeitet: Die Optionen für genaue und ungefähre Standorte sind jetzt optisch klarer voneinander getrennt, damit ihr nicht versehentlich zu viel preisgebt.
Interessant ist der neue Ansatz für die ungenaue Standortbestimmung. Bisher nutzte Android ein starres Raster von zwei Kilometern. In dünn besiedelten Gegenden reichte das oft nicht aus, um die Anonymität zu wahren. Android 17 passt die Ungenauigkeit jetzt dynamisch an die Bevölkerungsdichte an. In ländlichen Regionen wird der Radius also vergrößert, damit ihr in der Masse untergeht. Das Ziel ist ein einheitliches Datenschutzniveau, egal ob ihr in der Großstadt oder im Wald steht.
Samsung-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden, dürften diese Features aber bald in One UI 9 sehen. Die Koreaner testen das Update intern bereits auf Basis von Android 17. Ein offizieller Startschuss für das Beta-Programm steht zwar noch aus, aber die Integration der neuen Google-Standards gilt als sicher. Wer ein Pixel-Gerät besitzt, kann die Neuerungen bereits jetzt ausprobieren, sollte aber wie immer bei Beta-Software an die Stabilität denken.
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