Android 17 bringt spezielles Medical-Profil: Mehr Sicherheit für Insulinpumpen, Glukosesensoren und Co.

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Quelle: Google

Millionen Menschen weltweit sind auf Geräte angewiesen, die ihre Gesundheit permanent überwachen – von Blutzuckersensoren über Insulinpumpen bis hin zu Blutdruckmessern. Moderne Systeme übertragen ihre Daten oft per Bluetooth direkt aufs Smartphone, doch bislang behandelte Android diese lebenswichtigen Helfer nicht anders als gewöhnliche Kopfhörer oder Fitnesstracker. Das führte dazu, dass Entwickler mit komplizierten Genehmigungen und Einschränkungen kämpfen mussten, um sicherzustellen, dass ihre Apps stabil im Hintergrund weiterlaufen. Jeder Abbruch kann für Betroffene riskant werden.

Mit der kommenden Version Android 17 will Google diese Lücke schließen. Dafür führt das Betriebssystem ein neues „Medical“-Profil ein, das begleitende Apps von medizinischen Geräten mit klar definierten Rechten ausstattet. Ziel ist, dass sie zuverlässiger laufen, Benachrichtigungen rechtzeitig durchstellen und bei Bluetooth-Verbindungen bevorzugt behandelt werden. Anders als bisher müssen Nutzer nicht mehr mühsam mehrere Berechtigungen einzeln vergeben, sondern können beim Einrichten des Geräts alles in einem Schritt aktivieren.

Das Konzept der sogenannten Companion Device Profiles gibt es bereits seit Android 12, unter anderem für Smartwatches oder Datenbrillen. Dort sorgt das System dafür, dass die jeweilige App eine höhere Prozess-Priorität erhält und nicht so leicht vom Energiemanagement beendet wird. Das neue medizinische Profil folgt demselben Ansatz und erweitert ihn um Genehmigungen für präzise Alarme, Bluetooth-Steuerung und Benachrichtigungen.

Besonders profitieren werden Anwendungen, die exakte Zeitpläne einhalten müssen, wie Insulinpumpen, smarte Medikamentenspender oder Atemhilfen. Bei Geräten, die rund um die Uhr Werte erfassen – etwa kontinuierliche Glukose- oder Herzmonitore – bleiben dagegen zusätzliche Berechtigungen nötig. Beispiele wie das Freestyle Libre 3 zeigen, dass diese Apps weiterhin Funktionen wie den Dauerbetrieb im Hintergrund oder das Umgehen des „Nicht stören“-Modus benötigen, damit kritische Warnungen sofort angezeigt werden.

Noch befindet sich Android 17 in der Entwicklung, erste Beta-Versionen werden in wenigen Monaten erwartet. Es ist gut möglich, dass Google das Medical-Profil bis zum finalen Release erweitert. Klar ist jedoch schon jetzt: Die Einführung signalisiert, dass Google die Rolle medizinischer Geräte stärker anerkennt und ihre Apps künftig nicht mehr als Nebensache behandelt. Für viele Menschen könnte das ein entscheidender Fortschritt sein, wenn es darum geht, ihre Gesundheit verlässlich mit dem Smartphone im Blick zu behalten.


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