Aufsehenerrender Antriebs-Mix: So will VW mit dem ID. Era 9X Elektro-Reichweitenängste beenden

Volkswagen wagt mit seinem neuesten Modell einen mutigen Schritt. Der ID. Era 9X markiert den Einstieg des Wolfsburger Konzerns in die Welt der seriellen Hybride. Diese Technologie kombiniert elektrisches Fahren mit einem Benzinmotor zur Stromerzeugung.
Für die Entwicklung arbeitete VW eng mit einem Partner aus dem Reich der Mitte zusammen. Die zugrundeliegende Architektur entstand in Kooperation oder wurde zumindest für den chinesischen Markt optimiert. Dort spielt das Fahrzeug eine zentrale Rolle in der Strategie des Automobilriesen.
Bemerkenswert: Volkswagen zeigte hier ungewohnte Agilität. Deutsche Autobauer gelten traditionell nicht als Schnellstarter bei neuen Trends. Diesmal präsentierte der Konzern sein Produkt jedoch zeitnah nach dem Aufkommen der Range-Extender-Welle in Asien.
Das Antriebskonzept setzt auf reine Elektromobilität. Käufer wählen zwischen einer Variante mit Hinterradantrieb oder einem Modell mit Kraft an allen vier Rädern. Die hintere Antriebseinheit leistet 220 Kilowatt. Wer Allrad bevorzugt, erhält zusätzlich einen Elektromotor an der Vorderachse mit 160 Kilowatt.

Den Strom bezieht das Fahrzeug aus einem Energiespeicher mit 65,2 Kilowattstunden Kapazität. Nach chinesischem Messzyklus ermöglicht diese Batterie rund 400 Kilometer Fahrstrecke. Für ein SUV mit fünf Metern Länge erscheint das vielen Interessenten zu wenig.
Genau hier kommt die clevere Lösung ins Spiel. Ein Vierzylinder mit 1,5 Litern Hubraum fungiert als mobiles Kraftwerk. Diese Maschine stammt aus dem Joint Venture mit SAIC und produziert bis zu 105 Kilowatt. Sie treibt jedoch keine Räder an, sondern speist ausschließlich die Batterie mit frischer Energie.
Dieses Konzept bietet gleich mehrere Vorteile. Der Akku kann kompakter ausfallen, was Masse reduziert und Produktionskosten senkt. Fahrer genießen trotzdem sämtliche Vorzüge eines Stromers. Gleichzeitig verlängern sich die Intervalle zwischen den Ladestopps erheblich. Außerdem kann der Hersteller weiterhin seine Kompetenz bei Verbrennungsmotoren einbringen.
Trotz des optimierten Akkus bringt der Wagen ordentlich Gewicht mit. Mindestens 2.600 Kilogramm zeigt die Waage an. Zum Vergleich: Ein konventioneller Touareg wiegt etwa 400 bis 500 Kilogramm weniger.
Mittlerweile erhielt das Modell seine offizielle Zulassung durch chinesische Behörden. Damit steht einem baldigen Verkaufsstart nichts im Weg. Interessant wird die weitere Entwicklung: Der aktuelle Touareg erhält noch eine letzte Auflage, danach bleibt seine Zukunft offen. Sollte VW keinen batterieelektrischen Nachfolger bringen, könnte der Era 9X diese Position übernehmen.
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