BMW i3 Neue Klasse 2026: Wie weit kommt die 800-Volt-Limousine wirklich?

BMW i3
Quelle: Instagram @bimmertoday

Wer einen BMW 3er fährt, weiß, was er bekommt. Mit dem i3 der Neuen Klasse liefert BMW ab Sommer 2026 die elektrische Version davon ab, und das technische Fundament ist ein anderes als alles, was bisher aus München kam. Den Anfang machte der iX3, seit Herbst 2025 im ungarischen Werk Debrecen produziert, als erster Vertreter der neuen Plattform. Der i3 folgt als Limousine aus dem Stammwerk München, enger Verwandter, flachere Form, vermutlich etwas mehr Reichweite.

800 Volt, Rundzellen, 400 kW Ladeleistung. Das sind die drei Eckpunkte der Neuen Klasse. Der Wechsel von prismatischen auf zylindrische Zellen bringt nach BMW-Angaben eine 20 Prozent höhere Energiedichte gegenüber den bisherigen Akkus. Der iX3 fährt damit mit einer 108,7-kWh-Batterie bis zu 805 km nach WLTP und lädt in 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent. In zehn Minuten kommen über 300 km Reichweite hinzu. Diese Werte gelten für den iX3. Für den i3 liegen noch keine finalen Herstellerangaben vor.

Beim i3 greift BMW zu leicht anderen Rundzellen: 95 mm hoch statt 120 mm wie beim SUV, damit die flachere Karosserie der Limousine passt. Der Akkupack wird damit etwas kleiner ausfallen als beim iX3, Schätzungen aus Fachmedien gehen von rund 85 bis 95 kWh aus. Was der i3 an Kapazität verliert, gewinnt er über Aerodynamik zurück. Eine Limousine hat eine deutlich kleinere Stirnfläche als ein SUV, der Luftwiderstand sinkt entsprechend. Ob das unterm Strich zu einer Reichweite nahe oder über 900 km führt, bleibt bis zur Präsentation offen. Die Spekulation um 1.000 km kursiert in der Fachpresse, eine offizielle BMW-Bestätigung gibt es dafür nicht.

Was feststeht: Der i3 teilt sich die 800-Volt-Architektur mit dem iX3. Das bedeutet dieselbe maximale Ladeleistung von 400 kW und dasselbe Schnellladesystem. Wer an einem entsprechenden HPC-Lader steht, bekommt das volle Programm, sofern die Ladeinfrastruktur mitspielt. Denn 400 kW setzt voraus, dass die Ladestation diese Leistung auch bereitstellt. Solche Standorte sind nicht die Regel.

Der Vergleich mit Tesla Model 3 und Mercedes EQE bleibt interessant. Beide Modelle landen bei der Ladeleistung deutlich unterhalb von 400 kW. Allerdings sind direkte Reichweitenvergleiche ohne endgültige i3-Daten noch Spekulation. Was BMW mit der Neuen Klasse im iX3 bereits demonstriert hat, ist real und beeindruckend. Ob der i3 das auf Anhieb bestätigt, zeigt sich nach dem Marktstart.

Preise nennt BMW noch nicht. Als grobe Orientierung gilt der aktuelle BMW 3er ab rund 46.600 Euro. Ein Aufschlag von rund 10.000 bis 12.000 Euro für die Elektrovariante wäre im Rahmen bisheriger BMW-Muster realistisch, also ein Einstieg jenseits der 55.000 Euro. Kein Volksauto, aber für ein vollausgestattetes Premium-Elektroauto mit diesen Ladewerten auch keine Überraschung.


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