BMW iX3 Neue Klasse: Ausverkauft vor Marktstart – und der i3 kommt erst danach

Wer jetzt in Deutschland einen BMW iX3 bestellen will, bekommt ein Fahrzeug für 2027. Das ist keine Warnung, sondern die aktuelle Realität beim Händler. Bevor der erste Kundenauslieferung des Neue-Klasse-SUV im März 2026 in Europa begann, war die Jahresproduktion in Debrecen praktisch vergeben. BMW hat darauf reagiert wie jeder Anbieter, dessen Angebot die Nachfrage nicht decken kann: Die Preise stiegen um 2.000 Euro auf 70.900 Euro für den iX3 50 xDrive, noch bevor das erste Fahrzeug den Händler verließ.
Dass ein Elektroauto für 71.000 Euro innerhalb kürzester Zeit ausverkauft ist, sagt etwas über die Platzverhältnisse im Premiumsegment. BMW hat dort mit der Neuen Klasse eine klare Ansage gemacht: 800-Volt-Architektur, bis zu 400 kW Ladeleistung, 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent, bis zu 805 km WLTP-Reichweite. Das Goldene Lenkrad in der Kategorie „Beste Innovation 2025“ kam nicht überraschend.
Technisch ist der iX3 50 xDrive der einzige verfügbare Einstieg in die Neue Klasse. Zwei Elektromotoren, 469 PS Systemleistung, 645 Nm, 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Im Innenraum sitzt das Panoramic iDrive mit BMW OS X und dem zentralen Steuerrechner „Heart of Joy“, der Antrieb, Assistenzsysteme, Energiemanagement und Infotainment koordiniert. Gegen Aufpreis gibt es ab Frühjahr 2026 ein optionales 22-kW-Onboard-Charger-System sowie V2L-Funktion mit bis zu 3,7 kW.
Das günstigere Einstiegsmodell, der iX3 40 mit Heckantrieb und kleinerem Akku, sollte ursprünglich bei rund 60.000 Euro starten. Ob dieser Preis noch gilt, ist nach der Preiserhöhung des Topmodells fraglich. BMW hat keinen strukturellen Anreiz, günstiger zu werden, solange die Auftragsbücher voll sind. Der iX3 40 kommt Ende 2026.
Der BMW i3 der Neuen Klasse – also die Limousine auf Basis des 3er – produziert BMW seit Anfang 2026 in München als Vorserie. Serienfahrzeuge kommen in der zweiten Jahreshälfte 2026, Händlerbestand frühestens Ende 2026 oder Anfang 2027. Dann tritt er gegen den elektrischen Mercedes CLA und den Audi A4 e-tron an, nicht gegen den Škoda Elroq. Der erwartete Einstiegspreis liegt über 50.000 Euro, ein Touring folgt parallel. Beide Varianten nutzen dieselbe 800-Volt-Plattform wie der iX3.
Den gesamten deutschen E-Auto-Markt dominiert die Neue Klasse damit nicht. Das war nie das Ziel. Der Elroq startet bei rund 35.000 Euro und holt Erstkäufer, die BMW mit keiner iX3-Konfiguration ansprechen kann. BMW-Chef Oliver Zipse hat für 2026 und 2027 40 neue und aktualisierte Modelle angekündigt. Die Neue Klasse ist der Kern davon, aber die Preisstrategie zeigt klar: BMW baut lieber teurer und weniger als billiger und mehr. Im Premiumsegment macht das Sinn. Im Volumenmarkt fehlt dafür das Instrument.
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