BMW und Mercedes verhandeln über Motoren-Partnerschaft: Warum die Allianz strategisch wichtig wäre

Mercedes-Benz CLA Concept
Quelle: Mercedes-Benz AG

Die beiden deutschen Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz könnten künftig enger kooperieren. Laut Berichten laufen seit Monaten Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich Verbrennungsmotoren. Dabei steht besonders im Raum, dass BMW ab 2027 Vierzylinder-Triebwerke an Mercedes liefern könnte.

Initiator der Verhandlungen war offenbar Mercedes-Chef Ola Källenius. BMW-Vorstand Oliver Zipse hatte sich anfangs zurückhaltend gezeigt, inzwischen jedoch Offenheit signalisiert. Innerhalb der kommenden zwei Monate könnte eine endgültige Entscheidung fallen.

Geplant ist, dass BMW-Motoren in Modellen von Mercedes-Benz eingesetzt werden. Herausforderungen wie die unterschiedliche Laufrichtung der Nockenwellen sehen Entwickler als lösbar an. Produziert würden die Antriebe im Werk Steyr (Österreich), wo 2024 bereits über 1,2 Millionen Motoren verschiedener Typen hergestellt wurden.

Mercedes hatte ursprünglich angekündigt, den Bau klassischer Verbrenner bis 2030 stark zurückzufahren. Doch die steigende Nachfrage nach Plug-in-Hybriden zwingt den Konzern zum Umdenken. Die bislang von Geely zugelieferten Aggregate reichen nicht aus, um den Bedarf an leistungsfähigen Motoren zu decken.

Vorteile für beide Autobauer, Optionen für eine breitere Zusammenarbeit

  • Mercedes erhält Zugang zu effizienten und kraftvollen BMW-Triebwerken.
  • BMW kann sein Werk in Steyr langfristig auslasten und Zusatzerlöse im dreistelligen Millionenbereich generieren.
  • Beide Unternehmen profitieren von Synergieeffekten und geringeren Entwicklungskosten.
  • Das Markenimage könnte gestärkt werden, wenn Mercedes-Modelle mit BMW-Technik ausgestattet sind.

Neben der Motorenkooperation prüfen die Hersteller laut Insidern auch eine Produktion in den USA. Dabei sind sowohl getrennte Fertigungslinien als auch ein gemeinsames Werk möglich. Diskutiert wird außerdem eine Allianz bei Getrieben, hier zeigt BMW jedoch wegen seiner engen Kooperation mit ZF Friedrichshafen bislang Zurückhaltung.

Ob die Allianz tatsächlich zustande kommt, müssen Vorstände und Aufsichtsräte beider Konzerne entscheiden. Die wirtschaftliche Logik spricht allerdings klar für eine Partnerschaft: geteilte Kosten, höhere Stückzahlen und eine bessere Absicherung während der Elektrifizierungsphase. Öffentlich könnte das Projekt als „deutsche Motoren-Allianz“ auftreten – mit dem Ziel, die leistungsstärksten und effizientesten Verbrenner der Branche zu bauen.

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