Chery Rhino Battery: Neue Feststoffbatterie verspricht bis zu 1.500 Kilometer Reichweite

Der chinesische Automobilhersteller Chery bläst zum Angriff auf die Marktführerschaft bei E-Auto-Akkus. Mit der neuen Rhino-Serie präsentiert das Unternehmen eine Feststoffbatterie, die herkömmliche Reichweitenrekorde pulverisieren soll. In der höchsten Ausbaustufe peilt Chery eine Energiedichte von 600 Wh/kg an. Dies gelingt durch den Einsatz von Polymer-Elektrolyten und speziellen Mangan-Kathoden. Das Ergebnis sind laut Herstellerangaben Reichweiten von bis zu 1.500 Kilometern mit nur einer Ladung. Damit positioniert sich Chery direkt gegen die neueste Blade-Generation von BYD.
Die Einführung der neuen Zellchemie erfolgt schrittweise über die Premiummarke Exeed. Den Anfang macht die Limousine Exeed ES mit einer klassischen Flüssig-Batterie. Noch im vierten Quartal 2026 folgt der Exeed EX7 mit einer Semi-Solid-State-Variante. Die vollständige All-Solid-State-Technik reserviert Chery ebenfalls für ein künftiges Exeed-Modell. Neben der Energiedichte beeindruckt die Ladeleistung der Rhino Liquid Battery. Das System soll theoretisch bis zu 1.200 kW unterstützen. In der Praxis bedeutet das: Energie für 500 Kilometer fließt in nur acht Minuten in den Speicher.
Parallel zur Fahrzeugtechnik baut Chery eine massive Infrastruktur auf. Das geplante Schnellladenetz umfasst in der ersten Phase 100 Standorte in zehn chinesischen Städten. Bis zum Jahr 2029 soll die Zahl der Stationen auf über 20.000 anwachsen. Besonders interessant ist die Integration der V2G-Funktion, die das bidirektionale Laden ermöglicht. Chery will so nicht nur Autos verkaufen, sondern ein komplettes Energie-Ökosystem kontrollieren. Die Strategie zielt klar darauf ab, die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu verringern und eigene Standards zu setzen.
Ob die versprochenen 1.500 Kilometer unter realen Bedingungen Bestand haben, müssen erste Testfahrten zeigen. Chery nutzt für die Entwicklung eine eigene Pilotfertigung und experimentiert mit verschiedenen Elektrolyten auf Sulfid-Basis. Der technologische Vorsprung durch Feststoffzellen könnte den Markt für Langstrecken-Stromer grundlegend verändern. Bisher scheiterten solche Reichweiten oft am massiven Gewicht der Akkus. Die hohe Energiedichte der Rhino-Zellen löst dieses Problem nun auf dem Papier.
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