Die Akku-Wand: Warum faltbare Smartphones ihr größtes Entwicklungsproblem noch nicht gelöst haben

Samsung Galaxy Z Fold 7 und Galaxy Z Flip 7 Blue
Quelle: Samsung

Faltbare Smartphones haben 2025 einen Punkt erreicht, an dem sie technisch ausgereift wirken. Mechanik, Software und Verarbeitung überzeugen inzwischen viele Nutzer. Doch ein zentrales Problem bleibt ungelöst: die kurze Laufzeit. Eine Auswertung aktueller Tests zeigt, dass die Geräte trotz unterschiedlicher Konzepte kaum Fortschritte erzielen.

Bei den großen, buchähnlichen Modellen wie dem Pixel 10 Pro Fold, dem Galaxy Z Fold 7 oder dem Find N5 liegen die gemessenen Laufzeiten meist zwischen fünfeinhalb und siebeneinhalb Stunden. Selbst Varianten mit größeren Akkus, etwa das Magic V5, erreichen nur Werte innerhalb dieses Rahmens. Klappgeräte mit kleineren Displays schneiden etwas besser ab und schaffen bis zu acht Stunden, bewegen sich aber ebenfalls nur auf solidem Mittelmaß.

Die Ergebnisse zeigen ein Muster: Trotz verschiedener Chips, Designs und Akkugrößen erreichen die Geräte ähnliche Werte. Das deutet darauf hin, dass größere Akkus allein kaum helfen. Die Kombination aus großen, hellen Displays und extrem kompakten Gehäusen sorgt dafür, dass der Energiebedarf hoch bleibt, während kaum Platz für zusätzliche Kapazität existiert. Hinzu kommt, dass die enge Bauweise die Wärmeentwicklung verstärkt und die Alterung der Zellen beschleunigt.

Damit rückt ein anderes Thema in den Mittelpunkt: die Batterietechnologie selbst. Hersteller haben die mechanische Konstruktion optimiert und jeden verfügbaren Raum genutzt. Wirklich spürbare Verbesserungen lassen sich nur durch neue Zellchemien erreichen. Silizium‑Karbon‑Akkus, wie sie Huawei bereits nutzt, bieten etwas mehr Energiedichte, lösen das Grundproblem aber nicht vollständig. Festkörperzellen gelten als möglicher Durchbruch, sind für Smartphones jedoch noch nicht marktreif.

Faltgeräte stoßen damit an eine physikalische Grenze ihres Formats. Ohne Fortschritte bei der Zellchemie werden sie trotz effizienterer Prozessoren und Software nicht deutlich länger durchhalten. Für den Alltag reicht die Laufzeit zwar aus, doch kommende Hardware‑Generationen und KI‑Funktionen werden mehr Energie verlangen. Die Branche steht vor der Aufgabe, diese Barriere zu überwinden – der Wettlauf um die nächste Akkugeneration hat längst begonnen.


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