Die große Akku-Lüge: Wie Donut Lab über tausend Kleinanleger rücksichtslos melkt

Das finnische Milliarden-Startup Donut Lab fliegt gerade mit einem gigantischen Akku-Betrug auf. Eine investigative Recherche des Tech-Kanals Ziroth beweist zusammen mit über 20 Experten, dass die vermeintliche Wunder-Festkörperbatterie ein simpler Etikettenschwindel ist. Statt der versprochenen Revolution steckt in den Testzellen stinknormale Lithium-Ionen-Technik.
Das Unternehmen hatte auf der CES 2026 mit absurden Werten wie 400 Wh/kg Energiedichte und 100.000 Ladezyklen geprahlt. Die finnischen Behörden ermitteln bereits, während die Bewertung der Firma künstlich auf 1,25 Milliarden Dollar hochgejazzt wurde. Eingesammelt wurden die Millionen vor allem von ahnungslosen Kleinanlegern, die auf das große Geld hofften.
Die physikalischen Beweise lügen nicht
Die beteiligten Forscher, unter anderem vom Fraunhofer-Institut, haben die Zellen im Labor exakt vermessen. Bei 50 Prozent Ladung liefert die Batterie eine Spannung von bis zu 3,8 Volt, was typisch für klassische Lithium-Zellen ist. Echte Natrium-Festkörperakkus schaffen physikalisch bedingt kaum mehr als 3,5 Volt.
Noch deutlicher wird der Schwindel beim Blick auf die Gehäuse-Ausdehnung während des Ladevorgangs. Die Messungen zeigen einen charakteristischen Knick in der Kurve, der exakt auf eine Graphit-Anode hinweist. Natrium-Ionen sind schlicht zu fett für diese Graphit-Schichten, weshalb die angebliche Chemie-Formel unmöglich stimmt.
- Die echte Energiedichte: Das Labor maß magere 298 Wh/kg statt der versprochenen 400. Ein solider Wert für Standard-Akkus, aber eben meilenweit entfernt von der angepriesenen Revolution.
- Die Briefkasten-Technik: Die Technologie stammt von einer deutschen Firma namens CT Coatings, die eigentlich Patente für bedruckte Gehwegplatten und Speisekarten hält. Wer hier ernsthafte Batterie-Forschung erwartet hat, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
- Das Phantom-Motorrad: Donut Lab behauptete frech, die erste Serie von E-Motorrädern mit dem neuen Akku an Kunden auszuliefern. Intern hieß es dann plötzlich, die Bikes blieben erstmal im eigenen Fuhrpark – natürlich ohne die Wunder-Zelle.
Das dreiste Spiel mit dem Geld der Amateure
Besonders ekelhaft ist die Finanzierungs-Taktik hinter der Story. Donut Lab hat bewusst auf die Prüfung durch professionelle Risikokapitalgeber verzichtet, weil echte Experten den Schwindel sofort gerochen hätten. Stattdessen wurden über 1.300 Kleinanleger über Crowdfunding-Plattformen geschröpft und mit absurden Versprechen von verzehnfachten Gewinnen angelockt.
Das Ganze erinnert fatal an den Fall Theranos, nur eben in der E-Mobilitäts-Blase. Wenn Startups eigene Gutachten fälschen und kritische Fragen mit Knebelverträgen abwürgen, brennt die Hütte. Wer jetzt noch Geld in diesen Laden steckt, ist selbst schuld.
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