Europäische Käufer im Nachteil: Samsung plant die Galaxy Watch Ultra 2 offenbar ohne modernes 5G-Modem

Samsung verwehrt europäischen Kunden bei seinen Flaggschiff-Produkten traditionell gerne die neueste Hardware. Bei den Smartphones Galaxy S26 und S26+ baut der Hersteller hierzulande den langsameren Exynos-Chip ein, während andere Märkte den besseren Snapdragon-Prozessor erhalten. Bei der kommenden Galaxy Watch Ultra 2 zeichnet sich nun ein ähnliches Schicksal ab. Ein aktueller Firmware-Leak von GalaxyClub deutet auf gravierende technische Unterschiede zwischen der US-Version und dem europäischen Modell der Smartwatch hin.
Die erste Generation der Galaxy Watch Ultra erschien im Juli 2024. Nach einer eher unspektakulären Modellpflege im vergangenen Jahr steht nun ein echter Nachfolger an. Samsung plant den Release der neuen Uhr voraussichtlich für den Sommer 2026. Die auf den internen Servern entdeckte Beta-Firmware enthüllt jedoch zwei grundverschiedene Modellnummern für die anstehende Smartwatch. In den USA testet das Unternehmen die Version SM-L716. Für den europäischen Markt existiert hingegen die Nummer SM-L715F.
Diese Ziffern am Ende der Bezeichnung liefern in der Samsung-Nomenklatur klare Hinweise auf die verbaute Funktechnik. Eine Fünf markiert gewöhnlich ein klassisches LTE-Modem, während die Sechs für den schnellen 5G-Standard steht. Die Indizien sprechen eine klare Sprache: Samsung koppelt das 5G-Modem vermutlich direkt an den neuen Qualcomm Snapdragon Wear Elite Chip und verbaut dieses Duo exklusiv in den amerikanischen und südkoreanischen Modellen. Europa erhält demnach wohl weiterhin den älteren hauseigenen Exynos W1000 mit integriertem 4G-Modem aus dem Vorgängermodell.
Dieser Schritt bringt für europäische Nutzer handfeste technische Nachteile mit sich. Beide Prozessoren nutzen zwar eine ähnliche Basis mit einem starken ARM Cortex-A78 Kern und vier effizienten Cortex-A55 Kernen. Der Snapdragon Wear Elite taktet allerdings deutlich höher und liefert spürbar mehr Grafikleistung. Zudem bringt der Qualcomm-Chip Unterstützung für moderne Standards wie Wi-Fi 6 und UWB (Ultrabreitband) mit und arbeitet laut Hersteller extrem stromsparend. Eine schnellere 5G-Verbindung funkt Daten zudem rasanter hin und her, was den Akku beim Senden und Empfangen schont.
Mit dieser Zwei-Klassen-Politik orientiert sich Samsung stark an Konkurrent Apple, der seiner Watch Ultra ebenfalls ein 5G-Upgrade spendierte. Eine reine WLAN-Version der Watch Ultra 2 ohne Mobilfunk plant Samsung offensichtlich nicht. Bereits der direkte Vorgänger funkte ausschließlich über das Mobilfunknetz. Diese Ausstattung treibt den Verkaufspreis der Flaggschiff-Uhr unweigerlich nach oben. Sollte die europäische Variante tatsächlich auf dem alten Exynos-Chip basieren, entpuppt sich die teure Smartwatch hierzulande lediglich als minimales Update.
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