WhatsApp führt Nutzernamen ein: Rufnummer bleibt ab sofort privat

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Quelle: KI-generiert mit Ideogram
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Die eigene Handynummer ist für viele Menschen etwas Persönliches, das man nicht jedem sofort mitteilt. Genau dort setzt WhatsApp jetzt an: Der Dienst testet gerade mit einer kleinen Gruppe von iPhone-Nutzern eine Funktion, die erlaubt, statt der Rufnummer einen eigenen Nutzernamen für die Kontaktaufnahme zu verwenden.

Wer einen solchen Namen anlegen möchte, muss ein paar Bedingungen erfüllen. Der Name braucht zwischen drei und 35 Zeichen, er muss mit einem Buchstaben beginnen, und erlaubt sind nur Buchstaben, Zahlen, Punkte sowie Unterstriche. Domain-Endungen oder das Präfix „www.“ sind nicht zulässig.

Der Rollout läuft noch sehr begrenzt, aber er gibt schon einen klaren Blick auf das Konzept dahinter. WhatsApp bewirbt das Feature damit, dass man künftig keinen Zugang zur eigenen Nummer mehr gewähren muss, um über den Dienst erreichbar zu sein. Stattdessen reicht der selbst gewählte Name, den man an andere weitergeben kann.

Wer noch einen Schritt weiter gehen will, kann zusätzlich einen vierstelligen Sicherheitsschlüssel einrichten. Diesen Code müssen Fremde dann bei der ersten Nachricht eingeben, sonst kommen sie nicht durch. Das reduziert das Risiko unerwünschter Nachrichten von Leuten, die einen Nutzernamen zufällig erraten haben.

Ein Detail verdient besondere Aufmerksamkeit: Der Nutzername muss plattformübergreifend im Meta-System frei sein. Hat jemand anderes denselben Namen bereits auf Instagram belegt, steht er in WhatsApp nicht zur Verfügung. Wer hingegen bereits einen Account auf Facebook oder Instagram betreibt, kann diesen Nutzernamen direkt in WhatsApp übernehmen.

Hier liegt auch die Kehrseite des Ganzen. Identische Nutzernamen über alle Meta-Plattformen hinweg erleichtern das plattformübergreifende Tracking durch Werbetreibende erheblich. Die Rufnummer bleibt zwar verborgen, dafür entsteht ein konsistenter Identifikator, der quer durch das gesamte Meta-Ökosystem verfolgbar ist. Mehr Privatsphäre auf der einen Seite, mehr Datentransparenz für Werbesysteme auf der anderen.


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