Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8: Samsung setzt wegen hoher Produktionskosten weiter auf alte Displays

Samsung droht bei der nächsten Generation seiner Falt-Smartphones der Rotstift. Der Konzern bereitet den Sommer-Release für das Galaxy Z Flip 8, das Z Fold 8 und eine neue Wide-Variante vor. Das gut vernetzte koreanische Magazin ET News trübt die Vorfreude der Fans jetzt mit einem enttäuschenden Detail. Samsung verbaut bei allen drei neuen Geräten angeblich nur aufgewärmte Display-Technik.
Konkret handelt es sich um die bewährten M13 OLED-Panels aus der eigenen Fertigung. Diese Bildschirme feierten bereits 2024 im Galaxy Z Flip 6 und Fold 6 ihre Premiere. Die Südkoreaner recyceln das Display-Material damit schon im dritten Jahr in Folge. Das aktuelle Topmodell Galaxy S26 Ultra nutzt hingegen bereits die wesentlich bessere M14-Generation. Diese neuen Panels leuchten etwa 20 bis 30 Prozent heller und arbeiten gleichzeitig effizienter. Genau diese beiden Eigenschaften sind bei Foldables eigentlich extrem wichtig. Immerhin die normalen S26-Modelle stecken ebenfalls noch bei der M13-Technik fest.
Der Grund für diesen harten Kompromiss liegt offenbar in den aktuellen Weltmarktpreisen. Der enorme Boom bei KI-Serverfarmen treibt die Kosten für Arbeitsspeicher, NAND-Flash und Prozessoren drastisch in die Höhe. Samsung sucht also verzweifelt nach Einsparpotenzialen bei der Produktion. Das günstigere Display gleicht diese Verluste vermutlich teilweise aus. Der Hersteller kann die Geräte so weiterhin mit 12 bis 16 Gigabyte RAM bestücken, ohne die Preise komplett anziehen zu müssen.
Trotz der älteren Basis erwarten Beobachter leichte Optimierungen bei den Bildschirmen. Samsung könnte die Performance der Panels durch Anpassungen im Produktionsprozess minimal steigern. Am Ende bleibt es ein finanzieller Drahtseilakt für die Industrie. Die geringen Margen bei günstigen Geräten federn die aktuellen Bauteilkosten kaum noch ab. Samsung zog die Preise für die Mittelklasse-Smartphones Galaxy A37 und A57 deshalb bereits nach oben. Solche drastischen Maßnahmen sollen beim Premium-Segment offensichtlich vermieden werden.
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