Google Pixel 10a im Kamera-Check: Warum weniger Megapixel nicht immer ein Upgrade sind

Google Pixel 10a Header
Quelle: Google

Wer beim Google Pixel 10a auf einen Sprung bei der Fotoqualität gehofft hat, muss jetzt stark sein. Im aktuellen DxOMark-Ranking landet das neue Mittelklasse-Modell mit 134 Punkten nur auf einem enttäuschenden 75. Platz. Das ist besonders bitter, wenn man auf das zwei Jahre alte Pixel 8a schaut. Das Ur-Modell liefert dank seines 64-Megapixel-Sensors und einer größeren Lichtausbeute mit 136 Punkten immer noch die besseren Ergebnisse ab. Google setzt beim 10a stattdessen auf das Kameramodul des Vorgängers.

Die Hardware besteht aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera und einem 13-Megapixel-Ultraweitwinkel. Ein echtes Highlight für Design-Fans bleibt das Gehäuse: Die Linsen schließen bündig mit der Rückseite ab. Es gibt also keinen Buckel, der auf dem Tisch wackelt. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell die physikalische Grenze der kleinen Sensoren. Sobald das Licht verschwindet, schleicht sich sichtbares Bildrauschen in die Aufnahmen. Auch die Belichtung und der Weißabgleich leisten sich in dunklen Umgebungen Patzer.

Trotzdem ist nicht alles düster im Pixel-Land. Bei Tageslicht spielt Google seine Stärken in der Software-Optimierung voll aus. Die Bildverarbeitung rettet dem 10a sechs Punkte Vorsprung gegenüber dem direkten Vorgänger Pixel 9a. Porträts gelingen hervorragend und überzeugen mit natürlichem Hautton. Die Tiefenschärfe ist angenehm weit, was besonders bei Gruppenfotos hilft. Auch der Dynamikumfang in Videos und Fotos bleibt eine Bank, solange die Sonne scheint.

Ein massives Defizit offenbart sich beim Zoomen. Ohne dedizierte Tele-Linse muss der Hauptsensor digital vergrößern. Das Ergebnis ist Matsch, sobald man näher ran möchte. Hier zieht selbst ein altes iPhone 15 mit 145 Punkten Kreise um das Pixel. Auch der Autofokus bei Videoaufnahmen reagiert gelegentlich etwas nervös und verliert das Ziel aus den Augen. Wer ein kompaktes und robustes Smartphone sucht, bekommt hier solide Kost, muss aber bei der Detailtiefe unter schwierigen Bedingungen klare Abstriche machen.

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