Pixel-Update: September-Patch fixt 20 Bugs, Pixel 6 stirbt

schwarzer Android-Schriftzug und grüner Androide auf weißem Hintergrund
Quelle: Google
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Google liefert ab sofort die globale Build-Nummer CP3A.260905.009 für unterstützte Smartphones ab der Pixel 6-Reihe bis hin zur Pixel 10-Serie sowie für das Pixel Tablet und Pixel Fold aus. Der Patch schließt nicht nur 63 Schwachstellen mit hoher und 46 Lücken mit kritischer Priorität, sondern schiebt über 20 gezielte Fehlerbehebungen auf die Geräte. Für eine der beliebtesten Pixel-Generationen bedeutet dieser Release allerdings den endgültigen Abschied vom aktiven Support.

Grafik-Ruckler und Verbindungsabbrüche endlich ausgeräumt

Google beendet die tagelange Verzögerung beim Pixel September-Update und schiebt die rettende Firmware endlich auf die Smartphones. Ein Blick in die technischen Details zeigt, dass der Hersteller vor allem bei der Performance ansetzen musste. Auf Geräten der Pixel 10-Familie bricht die Funkverbindung bei der Aktivierung von Wi-Fi oder Bluetooth unter bestimmten Bedingungen nicht mehr ab, und plötzliche Abstürze beim Starten bestimmter Spiele gehören der Vergangenheit an. Zudem korrigiert die Aktualisierung ein Problem, das bei grafikintensiven Anwendungen zu spürbarem Frame-Drop, ruckelnder Darstellung und erhöhten Gerätetemperaturen führte.

Bereits bei den peinlichen GPU- und Touch-Bugs der Pixel 10-Reihe im August-Update musste Google nachbessern, nun folgen Korrekturen beim System-Framework. Ein kritischer Fehler in der Android System Intelligence ist behoben, der Geräte durch verzögerte Datenbank-Operationen träge reagieren ließ. Die Entwickler beseitigten zusätzlich eine Fehlerquelle, bei der installierte Widgets nach einem Neustart des Smartphones spurlos vom Startbildschirm verschwanden. Ebenso korrigierten sie ein Verhalten der Vergrößerungsfunktion, bei dem schnelle Wischgesten das Display fälschlicherweise in die entgegengesetzte Richtung scrollen ließen.

Darüber hinaus schraubte Google an der Benutzeroberfläche, um kleine Absurditäten im Alltag zu beseitigen. Wer in den Schnelleinstellungen das Internet-Panel öffnet, profitiert ab sofort von spürbar reduzierten Verzögerungen und flüssigeren Animationen. Bisher schnitten manche Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm den Text unschön ab oder zeigten überlappende Schriftzüge. Diese Darstellungsfehler sind ebenso korrigiert wie ein Absturz, der beim Tippen auf Ordner in der Taskleiste des Overview-Modus auftreten konnte. Selbst beim Anpassen von Hintergrundbildern arbeitet der Live-Effekt Shape nun präziser und trennt Motiv und Hintergrund sauber voneinander.

Sicherheitslücken im Dreistelligen Bereich und Hardware-Fixes

Neben den sichtbaren Fehlern im System behebt das Update eine enorme Zahl an Sicherheitsrisiken im Hintergrund. Die offiziellen Dokumente listen insgesamt 110 Schwachstellen, wovon alleine 46 Lücken als kritisch eingestuft sind. Ein Ausbleiben des Patches wäre für Nutzer auf Dauer schlicht unverantwortlich gewesen. Besonderes Augenmerk galt dabei den Schnittstellen für die Mobilfunkverbindung, da bestimmte Pixel-Geräte zuvor unvorhergesehene Dienstunterbrechungen aufwiesen oder den Kontakt zum Netz komplett verloren.

Hardware-spezifische Korrekturen verteilen die Entwickler gezielt über das gesamte Portfolio. Auf dem Pixel Tablet gehören unerwartete Systemabstürze bei der Kamera-Nutzung unter spezifischen Auslösebedingungen der Vergangenheit an. Wer auf seinem Smartphone die Funktion Force Dark aktiviert hatte, kämpfte bislang mit lahmgelegten KI-Funktionen auf dem Gerät – auch diesen Fehler hat Google eliminiert. Zudem behoben die Ingenieure einen Absturz der Google-App, der unter sehr speziellen Konstellationen das gesamte System beeinträchtigte.

Pixel 6 bekommt den Gnadenstoß

Für Besitzer eines Pixel 6, Pixel 6 Pro oder Pixel 6a markiert dieser September-Patch einen Wendepunkt. Das Fünf-Jahre-Versprechen für Sicherheitsupdates läuft für die Pionier-Modelle der ersten Google Tensor-Generation offiziell ab. Während neuere Modelle ab der Pixel 8-Reihe volle sieben Jahre Unterstützung genießen, wandert die Pixel 6-Serie nun endgültig aufs Altenteil. Das parallele Android 17 Feature Drop bildet damit das letzte große Funktionspaket für die 2021er-Smartphones.

Auffällig ist die Sonderrolle der erst kürzlich gestarteten Pixel 11-Familie. Während die Modelle von Pixel 6 bis Pixel 10a einheitlich mit der Build-Nummer CP3A.260905.009 versorgt werden, fehlt ein entsprechendes globales Paket für die Elfer-Reihe in der aktuellen Welle. Google hatte für die Pixel 11-Smartphones Anfang des Monats zwar bereits einen separaten Hotfix bereitgestellt, lässt die genaue Einbindung in den aktuellen QPR1-Zyklus jedoch unbeantwortet. Der Rollout für alle übrigen Modelle erfolgt wie gewohnt in Wellen und lässt sich manuell über die Systemeinstellungen anstoßen.

Anwender können die Verfügbarkeit der neuen Firmware ab sofort direkt unter den Android-Einstellungen prüfen. Falls der OTA-Download noch nicht automatisch angezeigt wird, stößt das mehrfache Tippen auf die Schaltfläche für Systemupdates die Abfrage auf den Google-Servern manuell an. Entwickler und fortgeschrittene Nutzer haben zudem die Möglichkeit, die passenden Factory Images oder OTA-Dateien direkt manuell einzuspielen.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert