Grok-Skandal zwingt X zur Notbremse: Bildgenerierung jetzt nur noch hinter Paywall

Die Plattform X hat ihre KI‑Werkzeuge für die Bildbearbeitung und ‑erzeugung stark eingeschränkt, nachdem bekannt wurde, dass Nutzer damit ohne Zustimmung realer Personen sexualisierte Darstellungen erzeugt hatten – darunter auch von Minderjährigen. Dieser Vorfall führte zu einem abrupten Kurswechsel: Die Funktionen stehen ab sofort ausschließlich zahlenden Abonnenten zur Verfügung.
Der Auslöser war eine Serie von Posts, in denen Nutzer Grok dazu aufforderten, Fotos so zu verändern, dass Personen entkleidet oder in eindeutig sexualisierten Posen erscheinen. Dass die KI solche Anfragen trotz vorhandener Schutzmechanismen ausführte, sorgte für breite Empörung. Behörden und politische Vertreter kritisierten die unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen und erhöhten den Druck auf X und das verantwortliche Unternehmen xAI.
Seit der Umstellung erscheint Nutzern ein Hinweis, der den Zugang zu den Bildtools auf zahlende Accounts beschränkt. Wer kein Abo besitzt, kann die Funktionen auf X nicht mehr verwenden. Über die Grok‑App oder die Website bleibt der Zugriff theoretisch möglich, allerdings nur für Nutzer, die ihre Identität und Zahlungsdaten hinterlegen. Diese Informationen speichert X dauerhaft.
Viele Beobachter bezweifeln jedoch, dass diese Maßnahme echten Schutz bietet. Kritiker sehen darin vor allem eine schnelle Reaktion, die das eigentliche Problem nicht löst. Auch der britische Premierminister Keir Starmer äußerte sich kritisch und betonte, dass eine Bezahlschranke ein gefährliches Werkzeug nicht sicherer mache, sondern lediglich kostenpflichtig.
Auf Nachfragen reagierte xAI bislang nur mit automatisierten Antworten, die keine konkreten Maßnahmen erläutern. Dieses Schweigen verstärkt die Kritik an fehlender Transparenz. Elon Musk erklärte Anfang Januar, dass Nutzer, die illegale Inhalte mit Grok erzeugen, dieselben rechtlichen Konsequenzen zu erwarten hätten wie Personen, die solche Inhalte verbreiten. X verweist zudem auf seine Null‑Toleranz‑Politik gegenüber Kindesmissbrauch. Dennoch bleibt offen, ob die technischen Schutzmechanismen künftig ausreichen, um Missbrauch zuverlässig zu verhindern.
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