Hyundai Ioniq P: Neues Mini-Elektro-SUV greift unten an

Hyundai IONIQ 1 EV
Quelle: KCB
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Der Hyundai Ioniq P (interner Codename HE1i) ist ein neues, kompaktes Elektro-SUV im B-Segment unterhalb des Creta Electric, das ab Januar 2027 die Einstiegsklasse elektrifizieren soll. Die Hyundai Motor Company ließ die Bezeichnung auf ihrer Analystenkonferenz zum dritten Quartal 2026 überraschend fallen. Wo der Hyundai Ioniq 3 mit 497 km Reichweite die etablierte Kompaktklasse ins Visier nimmt, zielt dieser Neuzugang auf die breite Masse.

B-Segment-Angriff: Indien als Testfeld, globaler Rollout überfällig

Der Buchstabe P bricht das vertraute Zahlenschema der Ioniq-Reihe auf. Hyundai reagiert damit auf eine glasklare Marktdynamik: Auf dem indischen Markt kletterten die Verkäufe elektrischer Pkw im laufenden Geschäftsjahr um knapp 90 Prozent. Bis zum Geschäftsjahr 2028 will Hyundai seine Quote an den Marktschnitt heranführen – und das gelingt nur über ein echtes Volumenmodell.

Für mich steht fest: Dieser Wagen bleibt kein reines Regionalmodell für Schwellenländer. Erste Erlkönige aus dem Werk Sriperumbudur bei Chennai zeigen ein extrem kurzes City-SUV mit der bekannten Pixel-Signatur. In Europa klafft im Konzernregal eine spürbare Lücke: Bislang stehen dort nur der Rückruf-geplagte Hyundai Inster und der gewöhnungsbedürftig gezeichnete Kia EV2 zur Wahl. Ein bezahlbares, handliches Ioniq-SUV trifft den europäischen Pendler-Bedarf ungleich besser.

Zell-Engpass zum Marktstart: Teure Import-Batterien gefährden den Sparpreis

Der enge Zeitplan bis zum Marktstart im Januar 2027 fordert allerdings seinen Tribut. Eigentlich wollte Hyundai die Batteriezellen von Tag eins an über den Partner Exide Industries lokal fertigen lassen, um die staatliche Förderung (PLI-Schema) abzugreifen. Doch Exide kann die Zellen innerhalb des gemeinsamen Hyundai-Kia-Programms in diesem Jahr nicht liefern.

Das zwingt die Planer zu einem teuren Notbehelf: Zum Marktstart muss Hyundai auf importierte Akkuzellen ausweichen. Bei einem preisaggressiven Einsteigermodell frisst das sofort an der Marge. Dennoch peilt der Hersteller an, die lokale Wertschöpfung schrittweise von 81 Prozent auf 92 Prozent zu heben.

Unter dem Blechkleid dürften Akkukapazitäten zwischen 42 kWh und gut 51 kWh stecken, kombiniert mit Level-2-Fahrassistenten und dem neuen Infotainment Pleos Connect. Dass der Konzern günstige Stromer ohne technische Bankrotterklärung bauen kann, bewies bereits der chinesische Hyundai Ioniq V. Der Ioniq P setzt dieses Konzept fort: Hyundai überlässt die preissensiblen Klassen nicht kampflos den Konkurrenten von Tata, Renault oder Citroën.

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