KI-Schrott statt echter Musik: Warum YouTube Music und Spotify ihre zahlenden Abonnenten im Stich lassen

Bei YouTube Music wächst der Unmut vieler Abonnenten. Immer mehr Nutzer berichten, dass ihre persönlichen Empfehlungen und automatisch erstellten Playlists zunehmend von KI‑Musik dominiert werden. Teilweise sollen mehr als die Hälfte der vorgeschlagenen Titel aus automatisiert erzeugten Produktionen stammen, die viele als austauschbar und künstlich empfinden.
Die typischen Merkmale dieser Inhalte fallen schnell auf. Viele Stücke wirken übertrieben eingängig, enthalten auffällige Mixfehler oder nutzen dieselbe stark verfremdete Stimme, die unter zahlreichen Künstlernamen auftaucht. Auch die Masse an Veröffentlichungen gilt als Warnsignal: Manche Profile listen hunderte Alben, die innerhalb weniger Monate erschienen sind.
Versuche, diese Inhalte aus dem eigenen Feed zu entfernen, bleiben meist erfolglos. Funktionen wie „Nicht interessiert“ oder ein Daumen nach unten verhindern lediglich, dass ein einzelner Titel erneut auftaucht. Der zugrunde liegende KI‑Künstler oder das gesamte Genre bleibt jedoch weiterhin präsent. Viele Nutzer greifen deshalb wieder auf lokale Musikdateien oder selbst gepflegte Playlists zurück – ein ernüchterndes Erlebnis für einen kostenpflichtigen Dienst.
Das Problem betrifft nicht nur YouTube Music. Auch Spotify kämpft seit Monaten mit einer wachsenden Flut KI‑erzeugter Songs, die es sogar in internationale Charts geschafft haben. Trotz Kritik lehnt Spotify ein generelles Verbot ab und verweist auf technologische Entwicklungen in der Musikproduktion. Apple Music und Deezer gehen hingegen restriktiver vor: Apple arbeitet enger mit Labels zusammen, während Deezer KI‑Musik kennzeichnet und aus Empfehlungssystemen ausschließt.
Die aktuelle Lage zeigt ein strukturelles Problem vieler Plattformen. Empfehlungsalgorithmen bevorzugen Masse und Interaktion, wodurch KI‑Produktionen ideale Bedingungen vorfinden. Nutzer wünschen sich deshalb klare Filter oder zumindest eine Option, KI‑Musik vollständig auszublenden. Ohne solche Werkzeuge riskieren die Dienste, weitere zahlende Kunden zu verlieren.
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Was YouTube fehlt ist ein generelles blockieren von Bands und Künstler. Damit diese und ihre Lieder nicht mehr auftauchen. Dieses Daumen nach unten ist ehrlich gesagt für’n Ars**.