Notruf aus China: Warum BYD und Co. jetzt Samsung-Chips fürs autonome Fahren brauchen

Front und Heck des BYD Sealion 7
Quelle: BYD
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BYD und andere chinesische Automarken verhandeln aktuell mit Samsung über die Fertigung moderner Prozessoren. Die Autobauer wollen ihre Chips für autonomes Fahren in den modernen 2-Nanometer- und 4-Nanometer-Verfahren der Koreaner bauen lassen. Den heimischen Fabriken in China fehlen schlicht die Kapazitäten für diese High-Tech-Bauteile.

Chinas Fabriken sind dicht

Bisher setzen chinesische Tech-Konzerne auf lokale Auftragsfertiger wie SMIC. Diese Fabriken sind durch die Aufträge von Huawei komplett ausgelastet. Für die Autoindustrie bleiben dort nur ältere Fertigungslinien übrig. Diese älteren Chips packen die enormen Datenmengen für echtes autonomes Fahren aber nicht.

  • Das Problem: Autonome Autos müssen Gigabytes an Sensordaten in Echtzeit auswerten.
  • Die Folge: Ohne Strukturen unter 5 Nanometern überhitzen die Systeme oder rechnen zu langsam.
  • Die Lösung: Der Wechsel zu Samsung sichert den Autobauern stabile Stückzahlen und erprobte Designs.

Apple und Tesla im Nacken

Das Ganze ist ein Offenbarungseid für Chinas Halbleiter-Autarkie. Tesla baut seine Full-Self-Driving-Chips (FSD) seit Jahren bei TSMC und Samsung. Wenn BYD im globalen KI-Rennen gegen Elon Musk nicht abgehängt werden will, müssen sie den Stolz runterschrauben und beim Erzrivalen in Südkorea einkaufen.

Langfristig öffnet dieser Deal Samsung ein riesiges Tor. Wenn die Autochips stabil laufen, dürften auch sanktionierte chinesische Tech-Riesen für ihre KI-Server anklopfen. Samsung füllt damit geschickt die Lücken, die TSMC durch strenge US-Auflagen oft frei lassen muss.


Quelle: Sedaily

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