Pixel 12 Pro: Google zwischen Apple-Jubiläum und Samsung-Druck

Google Pixel 11 Pro (XL) in den 4 Farben Farben Canyon, Olive, Fog und Matte Obsidian
Quelle: Google
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Googles aktuelle Modellpolitik lässt mich ratlos zurück. Das Pixel 11 Pro ist kaum im Handel angekommen, schon ist der öffentliche Hype verflogen. Wenn ich den Blick auf das kommende Jahr 2027 richte, wird die Lage für das geplante Pixel 12 Pro keineswegs einfacher.

Rückschritt beim Speicher und höhere Preise

Google verlangt für das Pixel 11 Pro exakt 100 Euro mehr als für das Vorgängermodell. Gleichzeitig sticht die Beschneidung beim Arbeitsspeicher ins Auge: Statt 16 GB RAM wie beim Pixel 10 Pro stecken im Nachfolger lediglich 12 GB RAM. Aus technischer Sicht ist diese Kürzung in Zeiten rechenintensiver KI-Funktionen ein absurder Schritt.

Wer den Preisanstieg beim Pixel 11 genauer analysiert, findet wenig Argumente für ein Upgrade. Der verbaute Tensor G6 liefert bei der Rohleistung schlicht zu wenig ab, um den Aufpreis zu rechtfertigen. Auch das rückseitige Zusatzlicht namens HiLight wirkt eher wie eine Spielerei als wie ein echter Mehrwert im Alltag. Das Actua-Display punktet zwar mit hoher Spitzenhelligkeit, zeigt aber auf der Kehrseite Schwächen bei der Abdunklung in dunkler Umgebung. Sogar der vergrößerte Telefoto-Sensor hinkt der fernöstlichen Konkurrenz wie dem Oppo Find X9 Ultra hinterher.

Das Megajahr 2027 wird für Google extrem eng

Die eigentliche Zwickmühle wartet jedoch im nächsten Jahr. Apple bereitet zum Jubiläum das iPhone 20 und das iPhone 20 Pro vor, während das iPhone Duo bereits das Foldable-Segment aufmischt. Die Erwartungshaltung der Käufer an Apple ist entsprechend riesig.

Gleichzeitig schläft auch die Konkurrenz aus Südkorea nicht. Die Gerüchteküche zur nächsten Flaggschiff-Generation läuft heiß, zumal bereits die Entwicklung beim Galaxy S26 Ultra zeigte, wie aggressiv Samsung seine Hardware optimiert. Für das Galaxy S27 Ultra steht nun der Wechsel auf das neue M16-OLED-Material im Raum, das bei Effizienz und Darstellung neue Maßstäbe setzen dürfte.

Zurück zu den eigenen Stärken statt Hardware-Kompromisse

Wenn Google beim Pixel 12 Pro an dieser zögerlichen Hardware-Strategie festhält, droht das Gerät zwischen dem iPhone 20 Pro und dem Galaxy S27 Ultra zerrieben zu werden. Ein minimal größerer Kamerasensor reicht nicht mehr aus, um Schwächen bei Leistung und Akkulaufzeit zu überdecken.

Für Google wäre es clever, sich wieder auf die ursprünglichen Werte der Reihe zu besinnen. Die ersten Pixel-Generationen punkteten mit Leichtigkeit, starkem Software-Fokus und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Statt starrer Preiserhöhungen braucht das Pixel 12 Pro mutige Hardware-Entscheidungen – sonst greifen Nutzer lieber zum älteren, aber besser ausgestatteten Pixel 11 Pro oder sogar 10 Pro.

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