Polestar 4: 544 E-PS beweisen extreme Präzision beim Eistraining in Kanada

Polestar 4
Quelle: Polestar

Der Polestar 4 lässt sich mit dem Gaspedal punktgenau um die Kurve zirkeln. Auf dem Mecaglisse-Track in Quebec zeigte das SUV-Coupé mit 544 PS, wie sauber die Kraftverteilung des Allradantriebs arbeitet. Das Dual-Motor-System reagiert linear und berechenbar auf jeden Befehl. Wer den Drift enger ziehen will, lupft kurz das Pedal. Für einen weiteren Winkel reicht ein beherzter Tritt aufs Strompedal. Diese intuitive Steuerung gelingt Polestar durch eine feine Abstimmung der Software, die ohne ruppige Eingriffe der Stabilitätskontrolle auskommt. Trotz eines Gewichts von rund 2,3 Tonnen wirkt der Wagen dank des tiefen Schwerpunktes niemals schwerfällig oder plump.

In den USA und Kanada rollt das Modell bereits seit Ende 2025 zu den Kunden. Die Performance-Daten lesen sich beeindruckend: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,7 Sekunden. Ein 100-kWh-Akku liefert die Energie für eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern in der Allradversion. Wer auf den Frontmotor verzichtet, kommt sogar knapp 500 Kilometer weit. Optisch bricht der Polestar 4 mit Konventionen und verzichtet komplett auf ein Rückfenster. Stattdessen vertraut die Marke auf ein hochauflösendes Kamerasystem für den Blick nach hinten. Der Einstiegspreis für die Long Range Dual Motor Variante liegt bei etwa 52.900 US-Dollar.

Besonderes Aufsehen erregte in Quebec die Arctic Circle Edition. Diese Rallye-Studie kommt mit Öhlins-Dämpfern, 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit und einer hydraulischen Handbremse daher. Während die Serie auf Komfort und Dynamik setzt, zeigt dieses Einzelstück das extreme Potenzial der Plattform auf Eis und Schnee. Die serienmäßige Lenkung vermittelt dabei jederzeit ein klares Feedback über den aktuellen Grip der Reifen. Das ist besonders wichtig, wenn man sich jenseits der Haftgrenze bewegt. Polestar beweist hier, dass Elektroautos beim Fahrspaß klassischen Verbrennern in nichts nachstehen müssen.

Das Training auf Eis offenbart gnadenlos jede Schwäche in der Antriebskalibrierung. Schlechte Systeme regeln die Leistung abrupt weg oder überreagieren bei instabilen Fahrzuständen. Der Polestar 4 hingegen arbeitet aktiv mit dem Fahrer zusammen. Selbst Anfänger finden schnell einen Rhythmus und meistern kontrollierte Drifts. Am Ende des Tages überzeugt das Fahrzeug als extrem sicher beherrschbares Werkzeug für schwierige Bedingungen. Es ist kein reines Statusobjekt, sondern eine fahrerorientierte Maschine mit Tiefgang. Die Kombination aus massiver Leistung und feinfühliger Kontrolle macht diesen Stromer zu einer echten Ausnahmeerscheinung im Segment der elektrischen Crossover.

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