Porsche und Audi rücken enger zusammen: Mehr gemeinsame Technik soll die Kosten drücken

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Foto von Caspar Rae auf Unsplash

Der finanzielle Druck im Volkswagen-Konzern zwingt die Premium-Töchter zu harten Kompromissen. Porsche und Audi müssen ihre sinkenden Gewinnmargen dringend stabilisieren. Die Lösung für dieses Problem liegt in einer deutlich tieferen technischen Zusammenarbeit. Beide Hersteller teilen sich künftig noch mehr unsichtbare Bauteile unter der Karosserie. Diese Strategie reduziert die Entwicklungskosten um rund dreißig Prozent. Das neue Management beider Marken treibt diesen Plan laut Brancheninsidern sehr harmonisch voran.

Für Porsche-Kunden bedeutet dieser Sparkurs eine spürbare Veränderung. Die exklusive Stuttgarter Ingenieurskunst weicht zunehmend der Großserientechnik aus Ingolstadt. Der kommende Porsche Macan mit Verbrennungsmotor nutzt voraussichtlich den aktuellen Audi Q5 als direkte Blaupause. Die Stuttgarter sparen sich so die teure Neuentwicklung einer eigenen Bodengruppe. Ein ähnlich drastischer Schritt zeichnet sich am oberen Ende der Modellpalette ab. Porsche plant ein gewaltiges Siebensitzer-SUV oberhalb des Cayenne. Dieses Flaggschiff baut auf der technischen Architektur des kommenden Audi Q9 auf. Beide Fahrzeuge nutzen die von Audi entwickelte PPC-Plattform für Verbrenner.

Bei den reinen Elektroautos praktizieren die Marken dieses Plattform-Sharing bereits seit Jahren. Die PPE-Plattform dient beiden Herstellern als erfolgreiche Basis. Hier fließt der Technologietransfer teilweise auch in die andere Richtung. Audi profitiert extrem von Porsches Expertise bei den elektrischen Sportwagen. Die Ingolstädter bringen 2027 den Concept C als elektrischen Erben des legendären TT auf den Markt. Dieser sportliche Zweisitzer übernimmt die komplette Bodengruppe inklusive der zentralen Batterie aus der elektrischen 718er-Baureihe von Porsche.

Ob die treue Porsche-Kundschaft diesen radikalen Technologietransfer klaglos akzeptiert, bleibt die spannendste Frage der nächsten Jahre. Bei einer Ikone wie dem 911er würde ein Audi-Unterbau zweifellos zu einem massiven Aufschrei führen. Die Käufer der großen SUVs reagieren hier traditionell etwas pragmatischer. Die nächste große technische Revolution steht ohnehin schon in den Startlöchern. Die brandneue Software-Architektur von Rivian feiert demnächst bei Audi ihre Premiere und wird die Karten im Konzern erneut völlig neu mischen.

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